1. Rankingfaktoren und wie man sie optimiert

 

In diesem Kapitel kommen wir zu dem wohl wichtigsten Teil dieses Buches. Wir sehen uns an welche Faktoren für das Ranking in Google eine Rolle spielen und wie man sie optimiert.

Google gibt diese Informationen natürlich nicht einfach so raus. Der Google Algorithmus ist eines der am besten gehüteten Geheimnisse der Welt. Trotzdem sind einige Rankingfaktoren an die Öffentlichkeit durchgedrungen oder wurden durch Studien ermittelt.

Nach eigenen Angaben verwendet Google über 200 Faktoren um eine Webseite zu bewerten. Ich werde ihnen in diesem Kapitel die Bekannten vorstellen. Wichtig dabei ist, in welchem Verhältnis diese Faktoren gewichtet werden, also welcher Faktor wie viel bringt. Auch dazu werden regelmäßig Studien gemacht.

In den Studien vergleicht man gut rankende Webseiten mit weniger gut rankenden Webseiten und schaut sich an wie sehr sich die Faktoren unterscheiden. Dabei ist aber zu beachten, dass die Unterschiede die zwischen den Webseiten bestehen, nicht unbedingt für das Ranking verantwortlich sein müssen. Sie können auch erst durch das Ranking entstanden sein oder sind generell bei professionelleren Webseiten vorhanden, werden von Google aber nicht als Rankingsignal betrachtet.

Zum Beispiel hat die Webseite auf Position eins generell die höchste CTR. Es ist aber selbstverständlich, dass eine Seite nicht auf Platz eins steht, weil sie die höchste CTR hat, sondern sie hat die höchste CTR, weil sie auf Platz eins steht. Anders gesagt, sie bekam erst die höchste CTR nachdem sie auf Platz eins war.

Ein weiteres Beispiel ist die SSL-Verschlüsselung (https). Viele gut rankende Seiten haben diese Verschlüsselung. Das heißt aber nicht, dass eine SSL-Verschlüsselung ein Top Rankingsignal ist. Es kann auch einfach nur ein Standard von professionell erstellten Webseiten sein. Wir müssen bei solchen Studien also immer etwas genauer hinsehen um keinen Fehler zu machen. (Wie wichtig dies wirklich ist klären wir noch).

Ich habe einige Studien zu der Stärke der Rankingfaktoren ausgewertet, darunter die von Northcutt (https://northcutt.com/wr/google-ranking-factors/), Searchmetrics (http://www.searchmetrics.com/de/knowledge-base/ranking-faktoren/),  und MOZ (https://moz.com/search-ranking-factors). Aber auch noch einige andere von kleineren unbekannteren SEOs. Diese haben mehrere identische Webseiten (kein duplicate Content, sondern gleicher Mehrwert)zu einem Thema erstellt und nur einen einzigen Faktor geändert. So konnten sie leicht erkennen ob dieser Faktor nur ein Mythos war oder ob er wirklich von Google in das Ranking mit einbezogen wird.

Im folgenden Kapitel werden wir die wichtigsten Rankingfaktoren besprechen und  ich werde ihnen zeigen wie man diese am besten optimiert. Natürlich kann keiner genau sagen welche Faktoren Google verwendet und wie sie diese gewichten. Die Studien und Erfahrungswerte von SEOs sind aber das Beste was uns zu Verfügung steht und es wurden schon viele Webseiten erfolgreich damit optimiert.

Das nächste was zu beachten ist, ist die unterschiedliche Gewichtung der Rankingfaktoren in einzelnen Branchen. Fest steht, dass Google die Faktoren der Branche anpasst, aber in welchem Ausmaß dies passiert ist nicht bekannt.

 

4.1 Faktorengruppen

 

Die Faktoren sind in folgende Kategorien unterteilt:

  1. Content
  2. Referenzen
  3. Technik
  4. Trust
  5. Negative Signale

 

Content

Dabei gehen wir von folgendem Prinzip aus: Ganz oben steht der Content, um ihn dreht sich der ganze Google Algorithmus. Jede noch so kleine Änderung am Google Algorithmus dient dazu dem Nutzer den möglichst besten Content zu bieten. Jeder einzelne Rankingfaktor dient dazu die Qualität des Contents zu bewerten. Google hat natürlich Methoden entwickelt um den Content einer Seite direkt analysieren zu können, diese Faktoren gehören zu ersten Kategorie.

 

Referenzen

Die zweite Kategorie sind die Referenzen, die Google über den Content bekommt. Dazu zählen vor allem Backlinks und Nutzer Signale. Wobei Backlinks als eine Referenz von anderen Webmastern der gleichen Branche gesehen werden, also von jemand der sich mit dem Thema auskennt. Diese Leute können meist besser beurteilen wie gut bzw. relevant eine Webseite zu diesem bestimmten Thema ist. User Signale dienen als Referenz von Leuten die sich über das Thema informieren wollen (oder auch etwas kaufen wollen). Sie zeigen Google wie gut Informationen auffindbar sind und ob dem Besucher das geboten wird, wonach er gesucht hat.

Welche Vor- und Nachteile Google mit diesen beiden Referenzpunkten hat, ist ihnen spätestens im zweiten Kapitel klar geworden. Backlinks dienen als ein Votum von jemand der sich wirklich mit der Materie auskennt. Die Nachteile sind bzw. waren die häufigen Manipulationsversuche (mit zahlreichen Updates konnte Google diese ja eindämmen). Diese Updates sind jetzt ein klarer Nachteil für uns SEOs. Es ist deutlich schwerer geworden mit Backlinks eine Seite gut ranken zu lassen.

Dann gibt es noch die Nutzer Signale als Referenz über den Content. Sie dienen Google als das ehrlichste Rankingsignal überhaupt. Sie geben ein klares Feedback über den Content der Webseite und sind relativ leicht gegen Manipulationsversuche zu schützen. Außerdem ist Google mit einer Webseite genau dann zufrieden, wenn die Besucher mit ihr zufrieden sind. Google erkennt die Zufriedenheit der Besucher an ihrem Verhalten.

 

Technik

Die dritte Kategorie beinhaltet alle Rankingsignale die eine Aussage über die Technik geben mit der die Website aufgesetzt ist. Diese Faktoren haben zwar keinen direkten Bezug zum Content der Seite, aber sie geben eine Auskunft darüber auf welchem Technischen Niveau einem der Content  präsentiert wird. Eine gute Technik ist für ein Top Ranking unerlässlich. Wenn eine Webseite z.B. langsam lädt, sie dauernd abstürzt oder sie nicht für mobile Endgeräte optimiert ist, wird sich das extrem negativ auf das Ranking auswirken.

 

Trust

Kategorie Nummer vier ist der Trust. Er gibt an wie sehr man der Webseite vertrauen kann bzw. wie sehr Google dieser Seite vertraut. Google hat mehrere Faktoren um das Vertrauen in eine Seite zu messen. Dies ist in Bezug auf den Content eine sehr wichtige Kategorie, weil nur vertrauenswürdiger Content guter Content ist.

 

Negative Signale

Um die Qualität bzw. den Content einer Webseite optimal einschätzen zu können, hat Google zu vielen Rankingfaktoren einen passenden Gegenfaktor. Das beste Beispiel dafür sind Backlinks. Google weiß ganz genau was man unter einem guten Backlink und was unter einem schlechten Backlink versteht. Sie werten natürlich nicht nur die guten aus um den Content einer Webseite zu bewerten, sie berechnen auch einen Wert für schlechte Backlinks (z.B. gekaufte Backlinks oder billiger Linktausch) und beziehen diesen in die Bewertung des Contents mit ein.

 

Was bring wie viel?

Es gibt viele Faktoren die man optimieren kann. Um zu wissen bei welchen es sich am meisten lohnt, werde ich die einzelnen Faktoren mit den Buchstaben A, B und C kennzeichnen. Wobei A bedeutet, dass dieser Faktor sehr wichtig ist. B bedeutet, dass dieser Faktor ein eher mittelstarkes Rankingsignal sendet. C bedeutet, dass dieser Rankingfaktor nur ein schwaches Rankingsignal sendet. (Die genaue Bedeutung von Rankingfaktor und Rankingsignal finden sie im Lexikon).

A: Wichtiger Faktor

B: Mittelstarker Faktor

C: Schwacher Faktor

 

4.2 Übersicht über die Rankingfaktoren

Bevor wir die einzelnen Rankingfaktoren besprechen, wollen sie vielleicht eine Übersicht über die Faktoren haben. Die Liste kann ihnen später auch als Checkliste dienen.

 

  1. Content

 

  • Text
    • Originalität (A)
    • Länge (C)
    • Relevanz (A)
    • Korrektheit (C)
    • Wahrheitsgehalt (B)
    • Lesbarkeit (C)
    • Aktualität (B)
    • Titel (A)
    • Meta-Description (C)
    • Externe Links & Relevanz der Zielseite (B)
    • Keywords (A)
  • Titel
  • Meta-Description
  • Überschriften
  • erster Absatz im Text
  • Body (Haupttext der Seite)
  • Dichte 1-4%
  • URL / Domain
  • Ankertext
  • Backlinknähe
  • Seitentitel
  • Synonyme
  • Häufigstes Keyword
  • Bilder: Dateiname, Bildname, Alternativtext, Untertext
  • Video: Dateiname, Videoname, Beschreibung

 

  • Design
    • Überschriften & Absätze (B)
    • Interaktive Elemente (B)
    • Layout (B)
    • Seitenstruktur & interne Verlinkung (A)
    • Listen, Tabellen, Graphen (B)
    • Breadcrumps (C)
    • Schriftänderungen bei relevanten Wörtern (C)

 

 

  • Bilder
    • Im Above the Fold (B)
    • Kleine Dateigröße (B)
    • Relevanz (B)
    • Bildqualität (C)
    • Beschreibungen (C)

 

  • Videos
    • Im Above the Fold (B)
    • Länge (C)
    • Relevanz (B)
    • Technische Qualität (B)
    • Bildqualität (C)

 

  • PDFs
    • Relevanz (A)
    • Mit Überschriften, Absätzen, Listen und Tabellen (B)
    • Dateigröße (C)
    • Keyword im Dateinamen (B)
    • Interne Verlinkung (B)

 

  1. Referenzen

 

  • Backlinks
    • Backlinks (Do-follow)
      • PageRank (A)
      • Linkposition (A)
      • Klickrate (A)
      • Linkart (C)
      • Alter des Links (B)
      • Ankertext (A)
      • Relevanz des Umliegenden Textes (A)
      • Von verschiedenen Domains (A)
      • Von mehreren Seiten einer Website (C)
      • Von themenrelevante Websites (A)
      • Leicht ansteigendes Linkwachstum (B)

 

  • No-Follow Links
    • Größe der Referer Seite (C)
    • Von themenrelevanten Seiten (C)
    • Anteil (C)

 

  • Linkprofil (A)
  • Von thematisch verwanden Webseiten
  • Von redaktionellen Webseiten
  • Von Presse Portalen
  • Von Foren und Blogs
  • Von Webverzeichnissen
  • Social Media Links
  • Do- / No- Follow Verteilung

 

  • Ankertext Profil (A)
    • URLs
    • Keywords
    • Harte Keywords
    • Marke
    • Marke + Keyword
    • Bilder
    • Sonstige
    • Gleichmäßige Verteilung

 

  • User Signals
    • Lesezeichen Chrome (A)
    • CTR (A)
    • Time on Site (A) & Time on Page (B)
    • Seitenaufrufe pro Besuch (B)
    • Bounce Rate / Absprungrate (B)
    • Pogo Sticking (-B)
    • Ausstiegsrate (B)
    • Return to SERP Rate (B/-B)
    • Anzahl ausgeführter Aktionen (B)
    • BacklinkComeback Rate (B)
    • Wie kommt der User auf die Seite (B)
    • Wiederholte Zugriffe (B)
    • Sterne Bewertung (C)
    • Referenzen von Bewertungsportalen (C)

 

  • Social Signals
    • Links von verschiedenen Personen (C)
    • Traffic über Social Media (C)
    • Stärke & Alter des Accounts (C)
    • Relevanz der Posts/Tweets/etc. (C)

 

 

  1. Technik

 

  • URL (B)
  • Serververfügbarkeit (B)
  • Ladezeit (A)
  • Installation von Google Analytics und Google Search Console (C)
  • Responsive Design (A)

 

 

  1. Trust Signale

 

  • TrustRank (A)
  • HTTPS (B)
  • Anbieter Infos (C)
  • Domainalter & Registrierdauer (B)
  • Quellenangaben (B)
  • Anzahl der Seiten (C)
  • Wachstum der Seitenanzahl (C)
  • Sitemap (B)
  • Webseite passt Thematisch zur Website (B)
  • Brand
    • Erwähnungen im Web (B)
    • Suchvolumen der Marke (B)
    • Bekanntheit des Inhabers (C)
    • Social Media Accounts der Marke (C)
    • Bekanntheit des Inhabers (C)
    • Werbung für die Marke (C)
    • Arbeitnehmer Social Media Profile (C)

 

  1. Negative Signale

 

  • Content
    • Minderwertiger Content
    • Geklauter Content
    • Keyword Spaming
    • Viel Werbung
    • Werbung im Above the Fold
    • Cloaking
    • Viele Affiliate Links
    • Gleiche Titel oder Meta-Description auf mehreren Seiten
    • Illegaler Inhalt
    • Irreführende Querverlinkungen
    • Zu viele Bilder / Videos
    • Zu große Bilder
    • Schädliche Externe Links
  • Linkfarmen
  • Linkverkauf
  • Spam Seiten
  • Seiten mit viel Werbung
  • illegalem Content
  • Tote externe Links

 

  • Referenzen
    • Schädliche Backlinks
  • Linkfarmen
  • Linkkauf
  • Backlink Spam
  • Schlechte Verzeichnisse
    • plötzliches Linkwachstum
    • Backlinks aus Autorenboxen
    • Backlinks von Themen irrelevanten Seiten
    • Linktausch

 

  • Technik
    • Häufige nicht Erreichbarkeit der Seite + Lange Ladezeit
    • Fehler im Quellcode
    • Pop-Ups

 

  • Anti-Trust
    • Verstöße gegen Googles Richtlinien für Webmaster
    • Interne No-Follow Links
    • Viele externe Links
    • Unstimmigkeiten zwischen PageRank und TrustRank

 

 

4.3 Die Optimierung

Jetzt beginnt der Hauptteil dieses Buches, die Optimierung der Rankingfaktoren. Wir werden uns die Faktoren der Reihe nach ansehen. Beachten Sie aber bitte, dass es nicht möglich ist jeden Faktor einzeln zu optimieren. Alle Rankingfaktoren hängen mehr oder weniger zusammen, sie beeinflussen sich gegenseitig. Ich möchte hier erst einmal zeigen, was die einzelnen Rankingfaktoren bewirken und wie man sie stärkere Rankingsignale senden lässt. Wie Sie bei der eigentlichen Optimierung genau vorgehen, besprechen wir im sechsten Kapitel.

 

 

4.3.1 Content

Wir beginnen mit dem Content. Der Content einer Webseite ist alles was dem Besucher in irgendeiner Weise nützlich sein kann. Das sind Texte, Bilder, Videos, PDFs, Links, Interaktive Elemente, Listen, Tabellen und auch eine übersichtliches Menü. Die oberste Regel beim Erstellen von Content (egal welcher Art) ist, dass dieser dem Besucher einen Mehrwert bieten muss. Es macht nur Sinn die Rankingsignale aus dem Bereich Content zu optimieren, wenn der Content in irgendeiner Weise Mehrwert bietet! Die Content Faktoren sind in diese vier Bereiche gegliedert: Text, Design, Bilder, Videos und PDFs.

Der Content einer Webseite beeinflusst nicht nur die direkten Rankingfaktoren, also die Rankingfaktoren die zur Bewertung der Seite genutzt werden. Der Content ist auch ausschlaggebend für fast alle anderen Rankingfaktoren anderer Bereiche.  Wir erinnern uns an die Aufteilung der Faktoren in die Bereiche Content, Referenzen, Technik, Trust und negative Signale. Guter Content sorgt auch für gute Referenzen. Mit schlechtem Content wird es schwer die Rankingfaktoren aus dem Bereich der Referenzen zu optimieren. Außerdem erzeugt schlechter Content negative Rankingsignale. Deshalb sehen wir uns jetzt an, wie wir den Content einer Seite optimieren.

 

 

4.3.1.1 Text

Zuerst sehen wir uns alle Rankingfaktoren an die einen Text bewerten. Damit ist nicht nur der Haupttext einer Webseite gemeint, sondern jeder Text der den Besuchern einen Mehrwert bieten kann.

 

Originalität (A)

Unter einem originalen Text, versteht man einen Text der so noch nicht im Web vorhanden ist. Er wurde also nicht von einer anderen Seite kopiert. Die einzige Möglichkeit diesen Faktor zu optimieren ist es den Text selber zu schreiben (oder schreiben zu lassen). Die Originalität eines Textes ist ein sehr wichtiger Rankingfaktor und sollte auf jeden Fall eingehalten werden. Wie viele andere Faktoren auch, hat die Originalität auch ein negatives Gegenteil: Duplicate Content / geklauter Content. D.h. wenn dieser Rankingfaktor nicht eingehalten wird, wird nicht nur kein Rankingsignal an Google “gesendet“, es wird sogar ein negatives Signal “gesendet“. (Ich habe gesendet in Anführungszeichen gesetzt, weil eine Seite nicht wirklich das Signal sendet. Viel mehr holt sich Google die Signale, indem es die Crawler vorbeischickt. Mit dem Wort senden versteht man aber besten was gemeint ist. Ich werden die Anführungszeichen in Zukunft weg lassen)

 

Länge (C)

Die Länge des Textes auf der Webseite ist vermutlich das meist überschätzte Rankingsignal. Viele SEOs gehen davon aus, dass eine Seite besser rankt wenn sie einen möglichst langen Text hat. Das stimmt aber nicht unbedingt. Die Länge des Textes ist absolut unwichtig, wenn der Text keine relevanten Informationen zu dem Keyword bietet. Ein kurzer Text kann relevanter sein als ein langer Text. Wenn ein langer Text dem Besucher keinen oder nur einen geringen Mehrwert bieten kann, ist es vollkommen egal wie lange er ist, er ist irrelevant!

Ich habe es schon mal gesagt und ich werde es noch paar Mal wiederholen, weil es so wichtig ist. Es kommt auf den Mehrwert an! Alle Rankingfaktoren dienen dazu den Mehrwert einer Seite zu bestimmen.

Angenommen Google hat zwei Texte für eine Suchanfrage zur Verfügung, dann wird es den Text besser ranken lassen, der relevanter zu der Suchanfrage ist, also welcher den größeren Mehrwert bietet. Ein Text der viele Informationen bietet ist meistens lang, aber Google misst die Qualität der Informationen nicht anhand der Textlänge. Dies wäre viel zu einfach zu manipulieren! Google hat spezielle Methoden um die Qualität eines Textes zu messen. Erst wenn beide Texte gleich stark abschneiden und auch der restliche Mehrwert der Webseiten ungefähr gleich stark ist, muss Google auf die Länge des Textes zurückgreifen.

Wenn Sie einen qualitativ hochwertigen Text schreiben wird dieser eine gute Länge erreichen, aber die Anzahl der Wörter (Textlänge) ist nicht ausschlaggebend für das gute Ranking, das dieser Text erzielt. In diesem Fall ist die hochwertige Qualität für das Ranking verantwortlich, die Anzahl der Wörter ist nur ein Nebenerzeugnis.

Wenn Sie sich beim schreiben ihrer Texte auf die Wortanzahl konzentrieren, wird das Ergebnis niemals so gut, als wenn Sie sich auf den Mehrwert konzentrieren, den dieser Text bieten soll.

Ich höre immer wieder von Studien die beweisen sollen, dass die Textlänge ein wichtiges Rankingsignal ist. Dabei wird festgestellt, dass Webseiten auf der ersten Seite der SERP meistens einen längeren Text haben als Webseiten auf der zweiten oder dritten Seite der SERP. Das bedeutet aber nicht, dass die Anzahl der Wörter dafür verantwortlich ist! Es kommt auf den Mehrwert der Informationen an, die diese Texte beinhalten. Sie müssen detailliert, relevant, leicht verständlich, fehlerfrei und übersichtlich sein, um einen Mehrwert zu bieten. Eine hohe Wortanzahl ist nur das Nebenerzeugnis, wenn man diese Punkte einhält. Selbst 10.000 Wörter können für einen Besucher nutzlos sein, wenn diese ihm nicht weiterhelfen. Eine spezifische Frage könnte man auch mit 300 Wörtern beantworten. Diese 300 Wörter würden dem Besucher einen größeren Mehrwert bieten, als ein nutzloser Text mit 10.000 Wörtern.

Jetzt wollen sie bestimmt noch wissen was man unter einem langen und einem kurzen Text versteht, oder? Es wird in der SEO Szene immer wieder behauptet, dass Google einen Text von ca. 300 Wörtern braucht um eine Relevanz zu einem Keyword festzustellen. 300 Wörter ergeben definitiv einen  kurzen Text und es ist auch sinnvoll auf einer Webseite einen Text mit ca. 300 Wörtern einzubringen. Aber Google braucht diese 300 Wörter nicht unbedingt. Google hat genug andere Möglichkeiten um eine Relevanz zu einem Keyword festzustellen (so ziemlich an allem was es auf der Seite gibt). Ein langer Text hat beispielsweise 3.000 Wörter. Die durchschnittliche Wortanzahl die im Web verwendet wird, um einen qualitativ hochwertigen Text zu schreiben liegt bei 1300-2000 Wörtern.

 

Zusammenfassung: Es kommt darauf an wie relevant ein Text für den Suchenden ist und wie groß der Mehrwert ist, den der Text bietet. Es gibt genug Faktoren um diese beiden Punkte zu messen, auf den leicht manipulierbaren Faktor Textlänge, muss Google nur bei gleichstand der anderen Faktoren zugreifen. Um einen qualitativ hochwertigen Webseitentext zu erstellen, brauchen die meisten Webmaster 1300-2000 Wörter.

 

Relevanz (A)

Google muss irgendwie rausfinden ob eine Seite zu einem bestimmten Keyword relevant ist. Früher wurde das mit der Keyworddichte gemacht. Das Problem ist, dass man an der Keyworddichte nicht genau erkennen kann wie relevant ein Text ist, sondern nur das er relevant ist. Wenn er ein bestimmtes Wort öfters enthält z.B. Abnehmen, dann ist es sehr wahrscheinlich dass dieser Text über das Thema Abnehmen berichtet. Wenn aber zwei verschiedene Texte über Abnehmen berichten, dann ist es, anhand der Keyworddichte, nicht so einfach zu sagen welcher Text relevanter ist.

Früher ging Google davon aus, dass der Text der das Wort “Abnehmen“ prozentual am häufigsten beinhalten, der relevantere ist, die so genannte Keyworddichte. Heute gibt es allerdings eine bessere Methode um die Relevanz eines Textes zu messen, die so genannte WDF*IDF Analyse.

Wir werden die Methode der WDF*IDF Analyse jetzt genauer besprechen. Diesmal werden wir uns nur den Nutzen der Formel ansehen und wie man sie benutzt. Wir werden die Funktionsweise der Formel diesmal nicht besprechen, weil es für den Optimierungsprozess nicht notwendig ist. Es reicht aus, wenn wir wissen wie wir sie verwenden. Falls Sie doch Interesse an der Funktionsweise der Formel haben, können sie bei Wikipedia nachschauen, da ist es relativ gut erklärt. Ich habe die Formeln trotzdem mal abgedruckt. (Man kann den Wert mit einem Tool berechnen.)

Die WDF Formel

WDF steht für Within Document Frequency

 

i = Wort
j = Dokument
L = Gesamtzahl der Wörter in Dokument j
Freq(i,j) = Häufigkeit des Wortes i im Dokument j

 

Die IDF Formel

IDF steht für Inverse Document Frequency

 

 

i = Wort

N = Anzahl der Dokumente im Index

n(i) = Alle Dokumente die das Wort i beinhalten

 

Wenn man jetzt den WDF Wert mit dem IDF Wert multipliziert, dann bekommt man die Termgewichtung für das Wort, also Termgewichtung(i) = WDF*IDF

 

Was bringt uns diese Formel?

Mit der WDF*IDF Analyse können wir erkennen welche Terme bzw. Wörter zu unserem Keyword passen. Wir messen damit welche Terme/Wörter noch in, für unser Keyword, gut rankenden Seiten vorkommt.

Wenn unser Keyword zum Beispiel “Abnehmen“ ist, dann wird in einem Text übers Abnehmen auch die Wörter Diät, Ernährung und Kalorien vorkommen. Die WDF*IDF Analyse sagt uns, welche Wörter wie häufig in einem Text übers Abnehmen vorkommen. Dabei werden solche Wörter wie und, oder, auch, Ich, Sie usw. nicht berücksichtigt. Zur Analyse werden die Webseiten auf den ersten Seiten der SERP verwendet.

Anhand dieser, zum Thema relevanten Wörter, kann man erkennen, wie relevant ein Text zu einem bestimmten Keyword ist. Wenn Sie einen qualitativ hochwertigen Text zum Thema Abnehmen schreiben, dann werden Sie sicherlich die Wörter Diät, Sport, Ernährung, gesund, Gesundheit, Fett, Kalorien, Körper, Bauch, Kohlenhydrate, Eiweiß, Zucker, Obst, Gemüse usw. einige Male erwähnen. Die WDF*IDF Analyse berechnet, ob und wie häufig diese themenrelevanten Wörter im Text vorkommen. So kann die Relevanz genauer bestimmt werden als mit der Keyworddichte.

 

Die Analyse

Jetzt müssen wir noch eine WDF*IDF Analyse für unser Keyword “ Abnehmen“ durchführen, aber keine Sorge wir berechnen das nicht selber. Es gibt ein sehr praktisches Tool dafür. Die Seite ryte.com (früher onpage.org) stellt ein kostenloses Tool zur Verfügung. Sie finden es unter wdfidf-tool.com.

 

Benutzt Google die WDF*IDF Analyse?

Diese Formel wurde nicht von Google erfunden. Bereits 1992 erfand die Informationswissenschaftlerin Donna Harman diese Formel. Es kann niemand genau sagen, ob Google diese Formel verwendet oder ob es eine eigene Formel entwickelt hat. Die WDF*IDF Formel ist aber, neben der Keyworddichte, die einzige Methode die wir zu Verfügung haben um die Relevanz eines Textes zu messen.

 

Die Keyworddichte

Dass die Keyworddichte heutzutage deutlich weniger Bedeutung hat als früher, ist in der SEO Szene schon lange bekannt. Trotzdem sollten wir die Keyworddichte nicht ganz außer Acht lassen. Der Grund dafür ist ganz einfach. Wir wissen nicht wie Google die Relevanz eines Textes misst. Und es ist sehr wahrscheinlich, fast schon garantiert, dass die Keyworddichte ein Teil der Formel ist die Google für die Relevanzberechnung verwendet. Die WDF Formel ist auch nur eine Weiterentwicklung der Keyworddichte.

Solange wir kein Keyword Stuffing betreiben, können wir mit der Keyworddichte deutlich machen, dass unsere Seite für dieses Keyword relevant ist. Wenn wir auf unsere Abnehmseite das Wort “Abnehmen“ nur einmal verwenden, dafür aber das Wort “Diät“ mehrmals verwenden. Dann könnte Google denken, dass unsere Seite eher über Diäten berichtet und weniger übers Abnehmen allgemein. Wenn das der Fall ist können wir davon ausgehen, dass unsere Seite für das Keyword “Diät“ ein besseres Ranking erzielt als für das Keyword “Abnehmen“.

 

Optimale Werte

Es ist schwer zu sagen welcher WDF Wert für das Hauptkeyword am besten ist, weil noch nicht einmal klar ist ob Google diesen Wert überhaupt verwendet. Mit einem Wert von ca.0,3 sollten Sie sich zufrieden geben.

Wenn sie nach der Keyworddichte gehen wollen, dann sollten Sie darauf achten das sie mindestens 1% beträgt. Sobald Google festgestellt hat das eine Seite Relevant für ein bestimmtes Keyword ist, dann wird es die Stärke der Relevanz nicht weiter anhand der Keyworddichte beurteilen, sondern mit der WDF*IDF oder einer ähnlichen Formel. Um nicht als Keyword Stuffing gewertet zu werden, sollte die Keyworddichte nicht mehr als 4% betragen. Ich will damit nicht sagen, dass alles über 4% Keyword Stuffing ist, aber bis zu 4% wird Google es sicherlich nicht als Keyword Stuffing betrachten.

 

Korrektheit (C)

Mit Korrektheit ist gemeint, dass der Text keine Rechtschreib- und Grammatikfehler hat. Ich bin jetzt nicht der beste Ansprechpartner was dies betrifft. Ich hoffe einfach Mal, dass sie Autokorrektur von Google nicht besser ist als die von Word. Dann merken die nämlich nicht, wenn ich einen Fehler mache.

Mir ist auch bewusst, dass orthographische Fehler mansche Leser verärgern, aber ich nehme das in Kauf (auf Webseiten und auch hier), dafür konzentriere ich mich zu 100% auf den Inhaltliches Mehrwert. Ich hoffe, dass ich damit mindestens genauso viele Leser gewinnen kann, wie ich durch orthographische Fehler verlieren. Und ich bin froh, dass dieser Teil jetzt vorbei ist.

 

Wahrheitsgehalt (B)

Wenn eine Information wahr ist, dann hat sie für den Nutzer einen Mehrwert, im Gegensatz zu einer falschen Information. Das weiß auch Google. Es ist allerding schwer einem Computerprogramm (was Google ist) beizubringen eine falsche Information zu erkennen. Einfacher ist es die Quelle der Information zurück zu verfolgen und die Vertrauenswürdigkeit der Quelle einzuschätzen. Es kann sich deshalb lohnen, eine verlässliche Quellenangabe anzugeben (mit Verlinkung natürlich). Wir können davon ausgehen, dass vor allem bei Medizinischen oder Gesundheitlichen Themen eine verlässliche Quellenangabe ein stärkerer Rankingfaktor ist, als bei anderen Themen.

Eine Verlinkung der Quellenangabe bringt dem Besucher auch einen zusätzlichen Mehrwert, weil er sich dort weiter mit dem Thema befassen kann und weil er eine Bestätigung der Information bekommt. Ein externer Link zu einer Themenrelevanten Seite bringt dem Besucher (fast) immer einen Mehrwert und ist deshalb ein zusätzliches Rankingsignal.

 

Lesbarkeit (C)

Die Lesbarkeit könnte ein Rankingsignal für Google sein. Damit ist gemeint wie einfach bzw. schwer ein Text zu lesen ist.

Selbst wenn die Lesbarkeit an sich kein Rankingsignal ist, macht es trotzdem Sinn einfache Texte zu schreiben. Ein einfach geschriebener Text ist deutlich angenehmer zu lesen. Das ist vor allem im Web wichtig, weil das Lesen auf einem Bildschirm generell anstrengender ist als auf Papier. Außerdem können Sie mit einem einfach geschriebenen Text mehr Menschen erreichen. (Sie können nicht erwarten, dass jeder das gleiche Bildungsniveau hat wie Sie.)

Tun Sie ihren Besuchern einen gefall und drücken Sie sich einfach und verständlich aus. Sie werden sich mit einem positiven Nutzerverhalten bei ihnen bedanken.

Es gibt Tools um die Lesbarkeit eines Textes zu messen. Geben Sie einfach mal bei Google “Lesbarkeitsindex Tool“ ein, da finden Sie welche oder schauen Sie ins Tool-Kapitel (Kapitel 7).

 

Aktualität (B)

Die Aktualität ist ein nicht zu unterschätzender Rankingfaktor. Google liebt aktuelle Seiten. Vor allem bei Informationsseiten sollten Sie darauf achten, sie regelmäßig zu erneuern. Natürlich nur wenn Sie auch neue Informationen haben.

Selbst wenn Sie eine Webseite ihrer Website komplett neu gestalten wollen, erstellen Sie keine neue Seite. Nutzen Sie die bisher verwendete URL und erneuern Sie nur den Content. Google überprüft die Aktualisierungen einer Webseite und regelmäßig erneuerte Seiten sind lieber gesehen, als komplett frische Seiten. Sie zeigen nämlich, dass der Betreiber sich um sie kümmert und dass er Wert auf aktuellen Content legt.

 

Titel (A)

Der Titel in den SERP, ist aus mehreren Gründen ein wichtiger Rankingfaktor.

  1. Wenn er das Keyword (am besten an erster Stelle) enthält, sendet er ein positives Rankingsignal an Google.
  2. Der Titel kann die Aufmerksamkeit des Nutzers auf sich ziehen und somit für positive Nutzersignale sorgen (Erhöhung der CTR).
  3. Der Titel kann ihre Marke bekannter machen. Das beste Beispiel dafür ist Wikipedia. In einem Titel von Wikipedia steht immer zuerst das Keyword und dann die Marke (Wikipedia). Wenn ein Nutzer eine Website in den SERP wiedererkennt, mit der er schon mal gute Erfahrungen gemacht hat, dann ist es sehr wahrscheinlich dass er diese Website wieder besucht.

Wie Sie sehen ist die Optimierung des Titels in den SERP sehr wichtig. Dabei sollten Sie folgendes beachten:

  1. Schreiben Sie das Hauptkeyword möglichst an den Anfang des Titels
  2. Der Titel muss dem Nutzer das versprechen, wonach er sucht. Wenn der Nutzer z.B. “Abnehmen“ eingibt, dann sucht er wahrscheinlich allgemeine Informationen zum Thema Abnehmen. Wenn ihr Titel dann “Abnehmen für Frauen im Alter von 25-35“ Lautet, dann ist das, nicht das wonach der Nutzer sucht. Besser wäre es, wenn der Titel “Abnehmen, so fangen Sie an“ oder “Abnehmen ist kein Hexenwerk. Hier lernen Sie worauf es ankommt“ lautet.
  3. Sorgen Sie dafür, dass ihr Titel aus der Masse heraussticht. Ein Titel der genauso aussieht wie alle anderen, nur mit anderem Text, kann den Nutzer erst überzeugen wenn er an der Reihe ist. Die meisten Nutzer schauen sich die Titel der Reihe nach an, also von oben nach unten und klicken, sobald Sie einen interessanten Titel gesehen haben. (Oder sie schauen sich die Seiten direkt an). Um die Aufmerksamkeit des Nutzers schon früher zu bekommen gibt es ein paar einfache Tricks:
    • Verwenden Sie Sonderzeichen ♣ (Sie finden sie unter: https://sogehtseo.com/sonderzeichen/ )
    • Schreiben Sie ein Wort in GROßBUCHSTABEN
    • Schreiben Sie ein Wort mit Leerzeichen zwischen den B U C H S T A B E N
    • Schreiben Sie ca. 45-55 Zeichen. (Zu kurze Titel sind nicht aussagekräftig genug, zu lange werden nicht vollständig angezeigt. Wie lang ein Titel maximal sein kann. liegt an der Größe der Buchstaben)
    • Verwenden Sie ein paar Zahlen. (Zahlen fallen generell mehr auf als Buchstaben)
    • Übertreiben Sie es nicht. Es reicht wenn Sie ein wenig mehr auffallen als die anderen. Ein zu auffälliger Titel könnte unseriös wirken und deshalb nicht angeklickt werden. Manchmal reicht schon ein Sonderzeichen aus, um sich vom Rest der Gruppe abzuheben.

 

Meta-Description (C)

Die Meta-Description ist, genauso wie der Titel, Teil des Snippets und hat deshalb die gleiche Wirkung auf die Nutzer wie der Titel. Die Meta-Description ist der graue Text am unteren Teil des Snippets. Im Gegensatz zum Titel ist die Meta-Description nur mit einem C bewertet, dass liegt an folgenden Gründen:

  • Keywords in der Meta-Description werden von Google, wenn überhaupt nur als sehr schwaches Rankingsignal gewertet.
  • Sie dient den Nutzern nur als eine Ergänzung, falls der Titel nicht aussagekräftig genug war.
  • Sie wird von den Nutzern weniger stark beachtet als der Titel.

 

Zur Optimierung der Meta-Description können die gleichen Methoden verwendet werden wie beim Titel. Nur sollte hier auf keinen Fall zu viel optimiert werden. Google stellt sich die Meta-Description gerne Mal selbst zusammen, wenn es die vorgegebene nicht für passend hält. Die maximale Länge liegt bei der Meta-Description bei ca.155 Zeichen.

Die Meta-Description sollte dazu genutzt werden, um den Nutzer auf die Seite zu ziehen. Natürlich schauen sich nicht alle Nutzer die Meta-Descriptions in den SERP an. Aber wenn sie es tun, zeigt dies, dass sie Interesse an der Webseite habe. Mit einem kleinen Trick können Sie sehr viele Nutzer, die sich ihre Meta-Description angesehen haben, auf ihre Webseite ziehen. Nachdem Sie in der Meta-Description ihre Webseite kurz erklärt haben, schreiben Sie etwas wie: “Aber…“ oder “Beachten Sie…“ oder “wichtig dabei ist…“.

Jeder, der dies liest, will wissen was damit gemeint ist. Beachten Sie aber, dass der weitere Satz auf der Webseite auch zu finden ist und am besten gut sichtbar. Verärgerte Nutzer, deren Erwartungen nicht erfüllt würden, hinterlassen meistens negative Nutzersignale.

 

Externe Links & Relevanz der Zielseite (B)

Ein externer Link bietet den Besuchern ihrer Webseite einen zusätzlichen Mehrwert und ist deshalb ein Rankingfaktor. Damit dieser Link auch ein positives Signal an Google sendet, muss die Zielseite auch einen Mehrwert bieten. Es nutzt rein gar nichts, wenn die Zielseite nicht Thematisch zu ihrer Seite passt.

Sie sollten beim setzten von externen Links auch darauf achten, dass die Zielseite nur weiterführende Informationen bietet und nicht die gleichen Informationen wie ihre Seite. Es hat für die Besucher der Webseite keinen Mehrwert, wenn sie die gleichen Informationen nochmal in einem anderen Text lesen (außer bei Quellenangaben).

Setzen Sie eine Quellenangabe immer unterhalb eines Textes. Der Leser rechnet mit weiterführenden Informationen, wenn er auf einen Link, in einem Text, klickt. Und er rechnet mit einer Quellenangabe, wenn der Link sich unter dem Text befindet.

Falls Sie doch mal weiterführende Informationen unter einem Text verlinken wollen, dann kennzeichnen Sie diese auch als weiterführende Informationen. Allein diese Kennzeichnung bietet dem Besucher einen Mehrwert. Und was dem Besucher einen Mehrwert bietet, ist auch ein Rankingsignal bei Google.

Natürlich senden mehrere externe Links ein stärkeres Rankingsignal, als ein einzelner externer Link. Vorausgesetzt sie bieten einen Mehrwert. Aber übertreiben Sie es nicht mit externen Links. Mit jedem externen Link, dem ein Besucher folgt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass dieser nicht mehr auf ihre Seite zurückkehrt. Eine Methode um dies unwahrscheinlicher zu machen, ist es die Zielseite in einem neuen TAB öffnen zu lassen. Der Nutzer verlässt ihre Seite dann nicht, wenn er auf einen externen Link klickt. (Er ist zwar nicht mehr aktiv auf ihr, aber sie ist immer noch geöffnet.)

 

Keywords (A)

Früher optimierte man jede Seite auf ein bestimmtes Keyword. Wegen der modernen Relevanzberechnung (WDF*IDF), braucht eine Seite mehrere Themenrelevante Keywords um für ein bestimmtes Keyword ranken zu können.

Heutzutage sucht man sich ein Keyword oder auch ein Thema raus, für das man ranken will und verwendet auf dieser Webseite möglichst viele themenrelevante Keywords. Die Webseite wird dann natürlich nicht nur für das Hauptkeyword (welches man zu Beginn ausgewählt hat) ranken, sondern auch für viele themenrelevanten Keywords und für Long Tail Keywords die dadurch entstehen. (Z.B. wenn Sie übers Abnehmen schreiben, wird in ihrem Text auf die Wortkombination “gesund Abnehmen“ vorkommen. Die Webseite wird dann wahrscheinlich auf für “gesund Abnehmen“ ranken.)

Das Suchvolumenstärkste Keyword (Hauptkeyword) sollte an folgenden Stellen der Webseite vorkommen:

  • Titel
  • Meta-Description
  • Überschriften (in jeder ein anderes themenrelevantes Keyword)
  • Im ersten Absatz des Textes
  • Im Body verteilt (Haupttext der Seite)
  • Dichte 1-4% / WDF ca.0,3
  • URL
  • Ankertext (interne Links & Backlinks)
  • Backlinknähe
  • Seitentitel (wenn der Titel im Snippet nicht extra angegeben ist, wird der Seitentitel verwendet)
  • Häufigstes Keyword (das Hauptkeyword sollte mit am häufigsten vorkommen)
  • Bilder: Dateiname, Bildname, Alternativtext, Untertext (zu jedem ein anderes themenrelevantes Keyword)
  • Video: Dateiname, Videoname, Beschreibung

(Diese Aufzählung soll nur zur Übersicht dienen, wir besprechen jeden dieser Punkte in dem den jeweiligen Rankingfaktoren genauer.)

 

 

4.3.1.2 Design

Kommen wir nun zum Design einer Webseite bzw. einer Website. Google ist ganz klar kein Designer Wettbewerb. Bei Google geht es um Informationen. Ein gutes Design soll die Informationen leichter auffindbar machen. Es geht nicht um die Schönheit einer Seite. Die Schönheit einer Seite ist Geschmackssache und wird deshalb von Google nicht als Rankingfaktor angesehen. Allerdings kann eine extrem schlecht gestaltete Seite, die Besucher so sehr abschrecken, dass sie sich nicht mal auf der Seite umsehen wollen. Wenn das öfters passiert, wird dieses Nutzerverhalten ein negatives Signal an Google senden. Eine halbwegs schöne Seite ist deshalb Pflicht.

Beim Design aus SEO Sicht kommt es aber hauptsächlich darauf an, dass die Informationen besser auffindbar gemacht werden. Jeder Rankingfaktor aus dem Bereich Design wird nicht nur von Google bewertet, sondern er beeinflusst auch das Nutzerverhalten auf der Seite (was auch Rankingsignale sind).

Leicht auffindbare Informationen können aber auch für eine kürzere Aufenthaltsdauer der Besucher sorgen. (Die Aufenthaltsdauer ist ein Rankingfaktor (Time on Site und Time on Page)).  Da das Hauptziel von Google aber das schnelle Auffinden relevanter Informationen ist, kann dies nicht mit einem negativen Rankingsignal bewertet werden. Man kann deshalb davon ausgehen, dass Google für diesen Fälle spezielle Rankingfaktoren hat, die in diesen Fällen verursachten negativen Rankingsignale durch Positive ausgleichen bzw. zu überbieten. (Google kann Anhand des Nutzerverhaltens feststellen, ob dieser die gewünschten Informationen erhalten hat.)

Um die, durch schnell auffindbare Informationen, verursachten negativen Rankingsignale auszugleichen, könnte Google z.B. die Designsignale nutzen oder auch spezielle Signale aus dem Nutzerverhalten. (Wie genau Google das macht ist nicht bekannt, aber es steht definitiv fest, dass eine schnelle Informationsbefriedigung kein negatives Rankingsignal verursacht.)

Vielleicht ist ihnen nicht ganz klar geworden was mit den letzten Absätzen gemeint war, aber Sie werden es ganz sicher verstehen, wenn Sie die Nutzersignale kennengelernt haben. Die Nutzersignale besprechen im Kapitel 4.3.2.2.

 

Überschriften & Absätze (B)

Viele Absätze machen einen Text angenehmer zu lesen. Sie sollten auf Webseiten immer Absätze verwenden. Man kann es mit Absätzen fast gar nicht übertreiben, je mehr desto besser. Wenn Sie einen langen Satz haben können Sie ihm sogar einen Absatz für sich gönnen. Die optimale Länge eines Absatzes sind drei bis fünf Zeilen.

Die Vorteile von Absätzen sind:

  • Die Leser verrutschen nicht so schnell in der Zeile.
  • Man kann mehr Überschriften verwenden.
  • Man kann den Text leichter überfliegen.
  • Bereits gelesene Informationen lassen sich leichter wiederfinden.
  • Der Text wirkt nicht so abschreckend. (Vor allem im Web ist dies wichtig. Wenn ein Besucher einer Webseite einen langen Text ohne Absätze vor sich hat, muss er sich entscheiden ob er den ganzen Text liest oder nicht. Wenn der Text dagegen in Absätze unterteilt ist und diese, zu mindestens teilweiße, mit Überschriften versehen sind, kann der Besucher selber entscheiden welche Absätze er lesen möchte und welche nicht.)

Überschriften stimmen auf die Absätze ein. Sie helfen den Besuchern beim Finden von Informationen, indem sie ihm mitteilen um was es in dem folgenden Absatz geht. Wenn Sie in einem Text viele Überschriften verwenden, ergeben diese eine Art Zusammenfassung des Textes. Die Besucher der Webseite können sich dann in wenigen Sekunden einen Überblick über die Inhalte der Seite machen.

Sie müssen nicht jedem Absatz eine Überschrift hinzufügen. Es reicht wenn Sie alle 2-5 Absätze eine Überschrift einbringen, je nachdem wie es gerade passt.

Verwenden Sie auch wichtige Keywords in den Überschriften. Meist passiert das schon automatisch, wenn man die Überschriften passend wählt. Ihr Hauptkeyword sollte mindestens einmal in einer Überschrift vorkommen. Auch themenverwandte Wörter die Sie über die WDF*IDF Analyse herausgefunden haben sollten in den Überschriften vorkommen.

Beim Verwenden von Keyword in Überschriften sollte aber auf gar keinen Fall Keyword Stuffing betrieben werden. Es lässt die Seite schnell unnatürlich aussehen und das findet weder der Besucher noch Google gut.

 

Interaktive Elemente (B)

Interaktive Elemente sind Teile einer Webseite die man mit mehr als nur einem Klick benutzen kann. Das beste Beispiel ist ein Filtersystem in einem Online-Shop. Man kann dort einstellen nach welchen Kriterien man die Produkte sortiert haben will. Solche Filter bieten den Besuchern einen klaren Mehrwert und das wird von Google auch so bewertet.

Ein weiteres Beispiel für ein interaktives Element ist eine Tabelle die man nach den verschiedenen Spalten sortieren kann. Wenn Sie z.B. eine Tabelle mit allen ehemaligen Bundeskanzlern, deren Amtszeit und deren Partei haben. Dann wäre diese Liste ein interaktives Element, wenn man mit Klicks auf die Attribute (Kanzler/Name, Amtszeit, Partei) die Liste nach diesen sortieren könnte.

Interaktive Elemente sind nicht nur ein direkter Rankingfaktor. Einige von ihnen können auch die Aufenthaltsdauer erhöhen (Time on Site und Time on Page).

Wann immer Sie eine Idee für ein Interaktives Element haben, sollten Sie es auf ihrer Seite unterbringen.

 

Layout (C)

Unter Layout versteht man, wie die Elemente auf einer Seite angeordnet sind. Damit ist gemeint Sie sollten die Bilder, die zu einem Abschnitt des Textes passen auch in dessen Nähe platzieren. Wenn Sie Links zu weiterführenden Informationen setzten, dann sollten diese in den Sätzen des Textes platziert werden, die darauf einstimmen.

Ein gutes Layout bietet dem Nutzer immer das was er gerade braucht. Wenn wir in einem Text über irgendein anderes Element, egal ob Bild, Video, PDF oder eine andere Seite schreiben, dann sollten wir den Leser nicht sagen wo er dieses Element finden kann, sondern wir sollten dieses Element zu dem Leser bringen. Etwa in dem wir es verlinken oder direkt neben dem Text platzieren.

Das Layout dient also der Nutzerzufriedenheit und die Nutzerzufriedenheit spiegelt sich im Nutzerverhalten wieder. Ein gutes Layout kann also auch die Rankingsignale der Nutzer beeinflussen.

 

Seitenstruktur & interne Verlinkung (A)

Die Seitenstruktur beeinflusst die Verteilung des PageRanks innerhalb der Website und auch das Nutzerverhalten. Eine übersichtlich gestaltete Website macht die Informationen und Produkte die sie beinhaltet leichter zugänglich.

Es versteht sich von selbst, dass leicht zugängliche Informationen und Produkte den Besuchern einen großen Mehrwert bieten. Eine ordentliche Seitenstruktur macht es auch den Crawlern leichter sich auf der Seite zu Recht zu finden.

Von Google werden diese Vorteile mit einem Rankingsignal belohnt und es werden noch zwei weitere wichtige Rankingsignale beeinflusst, die Verteilung des PageRanks und das Nutzerverhalten.

Die Seitenstruktur kann über Menüs (Hauptmenü und Nebenmenü) und der internen Verlinkung geregelt werden. Wie die Seitenstruktur aussehen sollte haben wir ja schon im dritten Kapitel besprochen.

 

 

Listen, Tabellen, Graphen (B)

Leute “lieben“ Listen, Tabellen und Graphen. Eine Information über ein solches Element zu konsumieren ist deutlich leichte und angenehmer als über einen Text. Man kann es mit diesen Elementen gar nicht übertreiben.

Jedes Mal wenn Sie in einem Text etwas aufzählen wollen, sollten Sie daraus eine kleine Liste machen. Ich mache es ihnen schon die ganze Zeit vor, es sollten keine Beispiele mehr nötig sein. Wenn Sie doch noch gerne ein Beispiel hätten, gedulden Sie sich kurz, es kommt bestimmt gleich eins.

 

Breadcrumps (C)

Breadcrumps sind Brotkrümel. Damit sind aber nicht die kleinen Teile gemeint die entstehen wenn man knuspriges Brot ist, sondern die Teile die einem anzeigen welchen Weg man gehen muss, um von der Startseite auf die Seite zu kommen, auf der man sich gerade befindet. Beispiel:

Abnehmen > Sport > Krafttraining > Beine > Kniebeugen

Nach diesem Beispiel sind wir von der Startseite, die vom Abnehmen handelt, über verschiedene Sportseiten, bis zur Seite über Kniebeugen gelangt.

Sie kennen diese Breadcrumps bestimmt, es gibt sie auf vielen größeren Seiten, vor allem auf Online Shops sind sie oft genutzt. Meistens sind diese noch verlinkt, um schnell auf die vorherigen Seiten zurück zu kommen.

Breadcrumps haben folgende Vorteile:

  • Sie zeigen einem an, wo man sich auf der Website befindet,
  • sie zeigen an, wie man auf die aktuell geöffnete Seite kommt,
  • sie machen Übersichtsseiten leichter auffindbar.

Breadcrumps machen sie Benutzung der Seite deutlich angenehmer und sie senden ein leichtes Rankingsignal. Sie sollten deshalb nicht auf Breadcrumps verzichten.

 

Schriftänderungen bei relevanten Wörtern (C)

Relevante Wörter, vor allem das Hauptkeyword, sollten mindestens einmal in einem Text hervorgehoben werden. Das kann man machen indem man es fett oder kursive schreibt. Hervorgehobene Wörter unterstützen die Besucher beim Überfliegen der Texte und somit auch beim Informationsfinden.

Wichtig dabei ist es nicht zu übertreiben. Wenn zu viele Wörter hervorgehoben sind, wirkt das eher verwirrend als unterstützend. Die beste Vorgehensweiße ist, wenn man die wichtigsten Wörter jedes Absatzes hervorhebt. Dabei können die hervorgehobenen Wörter als eine Art Zusammenfassung dienen. Sehen wir uns ein Beispiel anhand dieses Absatzes an. Die Überschrift lautet “Schriftänderungen bei relevanten Wörtern“. Die fettgedruckten Wörter würden zusammen den Satz “wichtigsten Wörter hervorhebt Art Zusammenfassung“ ergeben. Anhand dieser Wörter kann man erkennen was genau in diesem Absatz erklärt wird. Sie sind sozusagen eine Zusammenfassung des Absatzes.

 

 

4.3.1.3 Bilder

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Außerdem kann ein Bild den Gesamteindruck der Seite verbessern. Sie sollten auf jeder Seite ein Bild unterbringen, vorausgesetzt es ist themenrelevant. Was man bei Bildern noch beachten sollte sehen wir uns jetzt genauer an.

Bilder senden nicht nur ein Rankingsignal für die Webseite auf der sie sich befinden, sie ranken auch eigenständig in der Bildersuche. Über Bilder in der Bildersuche kann man auch auf die Webseite gelangen, auf der sich das Bild befindet. Das sorgt für eine zusätzliche Trafficquelle.

Gute und vor allem lustige Bilder werden auch oft in den sozialen Netzwerken geteilt. Deshalb mach es Sinn die eigenen Bilder mit dem Logo der Webseite bzw. des Unternehmens zu versehen. So weiß jeder der das Bild irgendwo im Web findet, woher es kommt. Bilder können so den Markenname im Web verteilen, wenn sie viral gehen.

 

Im Above the Fold (B)

Den größten Einfluss auf das Ranking der Webseite haben Bilder, wenn sie sich im Above the Fold befinden. Wichtig dabei ist das mehrere Bilder kein stärkeres Rankingsignal senden als ein Bild (im Above the Fold Bereich, weiter unten auf der Webseite können weitere Bilder wieder nützlich sein.)

 

Kleine Dateigröße (B)

Die Dateigröße eines Bildes beeinflusst natürlich die Ladezeit der Webseite. Sie sollten deshalb die Dateigröße von Bildern immer so gering wie möglich halten. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Größe des Bildes anpassen. (Natürlich nur so weit das man es noch gut erkennen kann)
  • Qualität runterschrauben. (In den meisten Fällen ist es kaum zu erkennen, wenn man die Qualität der Bilder etwas verschlechtert. So lange diese nicht total verpixelt sind, werden sie auch kein negatives Signal an Google senden)
  • Dateigröße auf tinypng.com verkleinern, siehe Kapitel 7.
  • JPEG-Dateien verwenden. (Dieses Dateiformat ist meist das kleinere).

 

Relevanz (B)

Ein Bild bietet nur einen Mehrwert, wenn es thematisch zum Rest des Contents passt. Ein Bild das thematisch nicht zum restlichen Inhalt der Seite passt, kann dem Gesamteindruck der Seite schaden. Sie sollten nur relevante Bilder auf ihren Webseiten unterbringen.

 

Bildqualität (C)

Die Bildqualität könnte ein Rankingfaktor bei Google sein, wenn auch nur ein schwacher. Das Problem dabei ist aber, dass ein qualitativ hochwertiges Bild meistens mehr Speicherplatz braucht. Solange man das Bild gut erkennen kann, würde ich persönlich lieber auf eine geringe Dateigröße setzen, als auf ein gestochen Scharfes Bild. (Außer bei Webseiten, wo die Bildqualität besonders wichtig ist, z.B. bei Fotografen.)

 

Beschreibungen (C)

Mit Beschreibungen sind gemeint:

  • Dateiname
  • Titel / Bildname
  • Alt-Tag / Alternativtext
  • Untertext

Den Dateiname müssen Sie schon festlegen bevor Sie das Bild auf ihre Website laden. (Speichern Sie das Bild einfach unter einem relevanten Keyword ab.) Wenn Sie mehrere Bilder auf eine Webseite laden möchten, dann benutzen Sie verschiedene Keywords für die Dateinamen und auch für die anderen Beschreibungen.

Der Titel des Bildes bzw. der Bildname, ist das Wort unter dem das Bild auf der Webseite gespeichert ist. Benutzen Sie auch hierfür ein Keyword.

Blinde Menschen benutzen eine Software, die ihnen die Webseiten vorlesen. Damit sie auch Bilder erkennen können, wird der Alternativtext vorgelesen. Der Alternativtext sollte nicht aus einem einzigen Wort bestehen, sondern er sollte das Bild in einem oder mehreren  Sätzen beschreiben. Tun Sie ihren blinden Mitmenschen den Gefallen und spamen Sie den Alternativtext nicht mit Keyword zu. Wenn kein Keyword im Alternativtext angemessen ist, dann lassen Sie es einfach weg und beschreiben das Bild lieber so, dass es verständlich ist.

Der Untertext wird meistens für eine Quellenangabe oder für eine kurze Information genutzt. Auch sollte ein relevantes Keyword eingebracht werden.

Den Titel, den Alternativtext und den Untertext kann man in jedem Content-Management-System problemlos angeben. Aber übertreiben Sie es nicht mit den Keywords. Verwenden Sie lieber mehrere relevante Keyword, anstatt eines sehr oft zu benutzen.

 

 

4.3.1.4 Videos

Für viele ist es angenehmer ein Video anzusehen als einen Text zu lesen. Und wie immer gilt: Was für den Besucher gut ist, ist auch für Google gut. Sie sollten deshalb, wenn immer es möglich ist, ein Video auf ihrer Seite einbinden.

Man muss die Videos auch nicht unbedingt selber erstellen. Videos können mit einem i-frame Links auf der eigenen Seite eingebunden werden. Wenn Sie ein passendes Video auf YouTube finden, dann können Sie unter dem Video auf Einbetten klicken und YouTube zeigt ihnen dann einen Link an, den Sie in ihrem HTML Code einfügen müssen. Das Video wird dann auf ihrer Seite angezeigt.

 

Im Above the Fold (B)

Genau wie ein Bild sendet ein Video ein deutlich stärkeres Rankingsignal, wenn es sich im Above the Fold Bereich befindet. In den meisten Fällen ist aber nicht genug Platz für ein Bild und ein Video. Sie müssen sich deshalb entscheiden.

Ich persönlich bevorzuge immer ein Video. Dies hat ganz einfache Gründe:

  • Videos werden länger betrachtet als ein Bild, dies erhöht die Time on Site und Time on Page.
  • Ein Video enthält mehr Informationen als ein Bild. Mehr Informationen bedeuten einen größeren Mehrwert. Und ein größerer Mehrwert bedeutet ein größeres Rankingsignal
  • Um das Video zu starten muss der Besucher es anklicken und ein klick bedeutet eine Besucher Interaktion (Rankingsignal aus den Nutzerverhalten)

Es kann auch Fälle geben bei denen ein Bild besser wäre als ein Video. Zum Beispiel auf einer Produktseite. Auf Produktseiten sollte das Produkt klar erkennbar sein. Der Besucher sollte nicht erst noch eine Aktion ausführen müssen um das Produkt zu sehen. Ein Video über das Produkt sollte immer nur ein Zusatzangebot sein, das Produktbild sollte im Vordergrund stehen.

 

Länge (C)

Ein langes Video hat folgende Vorteile:

  • Es dauert länger es sich anzusehen (Time on Site & Time on Page)
  • Es bietet mehr Informationen

Es gibt aber auch Nachteile:

  • Eine bestimmte Information in einem langen Video ist schwerer zu finden als in einem kurzen Video oder in einem Text.
  • Längere Ladezeit

Ob ein langes oder ein kurzes Video mehr Sinn macht, muss von Fall zu Fall entschieden werden. Meistens kommt es auch darauf an was einem gerade zur Verfügung steht und die Frage stellt sich dann gar nicht.

 

Relevanz (B)

Es versteht sich von selbst, dass das Video thematisch zum Seiteninhalt passen sollte. Google ist in der Lage den Inhalt eines Videos zu erkennen, vor allem dann wenn es von YouTube eingebunden wurde. (Google kann den Ton aus einem Video analysieren und so den Inhalt erkennen.)

Selbst erstellte Videos sollten, genauso wie bei Bildern, immer mit dem Markenname oder dem Name der Website versehen werden. Die Gründe sind die gleichen wie bei den Bildern, Wiedererkennung/Branding.

 

Technische Qualität (B)

Besonders bei Videos ist die Leistungsfähigkeit des Servers enorm wichtig. Die beste Möglichkeit ein Video auf einer Seite unterzubringen, ist es auf YouTube hochzuladen und dann mit einem i-frame Link auf der Seite einzubetten.

 

Bildqualität (C)

Wenn auch nur ein schwaches, die Bildqualität ist ein Rankingsignal. 360p sind Minimum. HD sollte aber als Standard betrachtet werden.

 

4.3.1.5 PDFs

PDF Dateien können genau wie Bilder und Videos selbständig ranken. Wenn immer Sie eine relevante PDF Datei zu Verfügung haben, sollten Sie sie auf ihrer Website einbringen. Beim Optimieren von PDFs gehen Sie genauso vor wie bei Webseiten. Die wichtigsten Dinge bei PDFs sind:

 

Relevanz (A)

Die Relevanz bei PDFs ist genauso wichtig wie bei Webseiten. Meistens haben PDFs aber einen ausführlicheren Text als Webseiten und sind deshalb von Natur aus schon gut optimiert. Sie sollten sie aber trotzdem nochmal auf ihre Relevanz überprüfen (WDF*IDF).

 

Mit Überschriften, Absätzen, Listen und Tabellen (B)

Überschriften, Absätze, Listen und Tabellen sind nicht nur auf Webseiten gerne gesehen, sie können immer und überall verwendet werden.

 

Dateigröße (C)

Auch in PDFs sollten Bilder eine angemessene Dateigröße haben.

 

Keyword im Dateinamen (B)

Der Dateiname der PDF sollte das Keyword sein, für das die PDF ranken soll.

 

Interne Verlinkung (B)

Sie können die PDF ruhig von mehreren Webseiten aus verlinken. Eine PDF hat meistens viel ausführlichere Informationen als eine Webseite und stellt deshalb einen Mehrwert da, den ihre Besucher nicht übersehen sollten. Durch die interne Verlinkung auf die PDF wird auch PageRank auf diese vererbt, sie kann somit besser ranken.

Es schadet auch nicht die Website (Startseite), zu der die PDF gehört, auf ihr zu verlinken. Wenn dann jemand die PDF in Google findet, kann er direkt zu der Website gelangen. Dies ist ein wichtiger Punkt, denn nur so kann die PDF für ihre Website Traffic generieren. Am besten verlinken Sie die Website direkt auf der ersten Seite der PDF und dann nochmal am Ende.

Der Link am Ende soll den Leser nochmal an die Website erinnern. Nachdem er einen langen Text gelesen hat ist er vielleicht gerade in Stimmung und möchte mehr über das Thema erfahren. Da kommt ein Link zu ihrer Seite genau zum richtigen Zeitpunkt.

Man kann auch innerhalb der PDF auf bestimmte Unterseiten der Website verlinken, wenn diese gerade passen. Aber man sollte dies nur machen wenn es wirklich wichtige Informationen sind. Ein Link mitten in einer PDF könnte den Lesefluss stören. (PDFs werden oft ausgedruckt und dann gelesen).

 

Schlusswort zum Content Bereich

Sie haben jetzt die Rankingfaktoren kennengelernt, mit denen Google die Qualität des Contents bewertet. Anhand dieser Faktoren kann Google die Qualität des Content schon ziemlich gut einschätzen. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass diese Qualitätsprüfung durch ein Computerprogramm durchgeführt wird. Obwohl diese Programme schon ziemlich gut sind, kann ein Mensch die Qualität immer noch besser einschätzen. Deshalb überprüft Google auch die Bewertungen (Referenzen) der Menschen, die überall im Web zu finden sind.

 

 

4.3.2. Referenzen

Google hat in den Jahren immer bessere Methoden entwickelt, um die Referenzen zu messen. Die Referenzen spiegeln sich in drei Kategoreinen wieder:

  1. Backlinks (Do- und No-Follow)
  2. Nutzerverhalten auf der Website (User Signals)
  3. Signale aus sozialen Netzwerken (Social Signals)

Was diese Kategorein für eine Bedeutung haben, hatten wir ja schon am Anfang des Kapitels besprochen. Jetzt werden wir uns die einzelnen Faktoren ansehen, an denen Google die Qualität dieser Referenzen misst.

 

4.3.2.1 Backlinks

Backlink ist nicht gleich Backlink! Die Rankingsignale der einzelnen Backlinks können sehr stark voneinander abweichen! Die Glanzzeiten des PageRanks sind eindeutig vorbei. Es sind im Laufe der Zeit immer weitere Faktoren hinzugekommen, um die Qualität der Backlinks zu messen.

Neben den einzelnen Bewertungsfaktoren bzw. Rankingfaktoren der Backlinks, müssen Sie noch zwei weitere wichtige Dinge beachten: Das Linkprofil und das Ankertextprofil.

Wir sehen uns jetzt zuerst die Rankingfaktoren an und dann die beiden Profile. Los geht´s!

 

 

4.3.2.1.1 Backlinks (Do-follow)

 

PageRank (A)

Der PageRank ist zwar nicht mehr der einzige Rankingfaktor um die Backlinks bewerten zu können, aber er ist immer noch wichtig. Wie er berechnet wird haben wir uns ja schon ganz genau angesehen. Jetzt sehen wir uns die Faktoren an, mit denen man die Qualität eines Backlinks bestimmen kann.

 

Linkposition (A)

Es macht einen gewaltigen Unterschied ob sich der Backlink im Above the Fold Bereich befindet oder unten im Footer. Es gibt insgesamt fünf Bereiche in denen sich ein Backlink befinden kann. Diese sind:

  • Above the Fold
  • Text
  • Textende
  • Besucherinteraktionsbereiche
  • Footer

Wir werden sie einzelnen Positionen jetzt genauer besprechen. Anschließend werden Sie verstehen wieso die Linkposition so wichtig ist. Wir fangen dabei mit der schlechtesten Position an und werden immer besser.

 

Footer

Ein Backlink im Footer ist fast nichts wert! Im Footer befinden sich normalerweise Links zu Allgemeinen Informationen wie das Impressum, AGBs, Sitemap, Richtlinien und Haftungsausschlüsse.  Wirkliche Empfehlungen sind dort eher selten zu finden. Außerdem wird der Footer gerne genutzt um Links aus Linktausch oder Linkverkauf Programmen zu setzten. Normalerweise werden relevante Links nicht im Footer platziert, das weiß auch Google. Es gibt also mehr als genug Gründe, Links aus dem Footer als weniger relevant zu betrachten (in Bezug auf die Suchanfragen).

Das Problem mit Links in Footern ist, dass sie sich auf jeder Seite wiederholen. Die dort verlinkten Seiten würden deshalb, nach dem PageRank Verfahren, eine überdurchschnittlich gute Empfehlung bekommen und dass obwohl sie eigentlich nur Randinformationen sind. Das würde dazu führen, dass in Footern verlinkte Seiten ziemlich gut in Google ranken würden. Es ist offensichtlich, dass Google und Googlenutzer Seiten wie Impressum, Haftungsausschlüsse, AGBs und Richtlinien nicht auf Top Positionen haben wollen. Die Lösung dieses Problems besteht darin, Links aus Footern herabzustufen (oder Links die nicht im Footer sind besser zu bewerten, aber das kommt auf gleiche raus). Google hat bestätigt, dass Links aus dem Footer nicht mehrmals gezählt werden.

 

Besucherinteraktionsbereiche

Besucherinteraktionsbereiche sind Bereiche, in denen ein Besucher einer Seite, einen Backlink selber setzten könnte. Das können zum Beispiel Kommentare, Foren oder Webverzeichnisse sein. Diese Bereiche sind natürlich anfällig für Manipulationsversuche. Aus diesem Grund hat Google auch die Verwendung des No-Follow Attributes eingeführt.

Backlinks aus Besucherinteraktionsbereichen müssen von Google mit Vorsicht bewertet werden. Meistens stellen diese Backlinks auch keine Referenz dar. (Referenz = Von einer Vertrauensperson gegebene Bewertung). Nehmen wir zum Beispiel Frage & Antwort Portale. Jeder könnte einen Link in einem solchen Portal posten. Aus diesem Grund können solche Links nicht als eine Vertrauensvolle Empfehlung angesehen werden, eben weil dort jeder einen X beliebigen Link posten könnte. Wenn man dagegen einen Link auf der eigenen Seite setzt, dann schaut man sich die Zielseite schon etwas genauer an und empfiehlt diese nur wenn sie auch gut ist.

Ein Backlink aus einem Besucherinteraktionsbereich ist deshalb weniger wert, als ein Backlink der nur vom Autor der Seite gesetzt werden kann. Die Bereiche in denen nur der Autor der Seite einen Link setzten kann sehen wir uns jetzt an.

 

Textende

Links am Ende eines Textes sind meistens Quellenangaben oder Empfehlungen zu weiterführenden Informationen, die im Text keinen Platz gefunden haben.

Die meisten Autoren suchen sich für ihre Informationen eine vertrauenswürdige Quelle. Deshalb sind Links, die mit einem Wort wie “Quellenangabe“, “Nachweis“ oder ähnliches gekennzeichnet sind, eine von Google gern gesehene Referenz.

Auch Links am Textende, die mit den Wörtern “Weblinks“, “weitere Informationen“, “siehe auch“ oder ähnlichen gekennzeichnet sind, werden von Google gerne gesehen.

Nicht so gerne gesehen werden Links, die mit den Wörtern “Sponsor“, “Partner“ oder ähnlichen gekennzeichnet sind. Google sieht das nämlich als einen Hinweis auf Linktausch oder Linkkauf.

Natürlich geht Google nicht davon aus, dass gekaufte und getauschte Links immer gekennzeichnet werden. Weil das Textende aber ein beliebter Platz für solche Links ist, bewertet Google diese Links vorsichtiger. Für Linktausch und Linkkauf gibt es noch andere Hinweise, weshalb Google Backlinks aus dem Textende generell als eine vertrauenswürdige Empfehlung wertet.

 

Text

In den meisten Fällen stellen Links aus dem Text eine ernst gemeinte Empfehlung dar. Die wenigsten Seitenbetreiber wollen ihr Besucher auf schlechte Seiten weiterleiten. Weil Besucher Links im Text früher oder später sehen werden, wenn sie den Text lesen, verlinken Webmaster dort nur Seiten die sie wirklich weiterempfehlen können.

Google bewertet deshalb Links in einem Text stärker. Außerdem erzeugen sie eine höhere Klickrate als Links an Textenden. Den Rankingfaktor der Klickrate besprechen wir gleich im Anschluss.

 

Above the Fold

Wenn ein Webmaster eine Seite im Above the Fold Bereich verlink, dann nur wenn er den Besuchern seiner Seite, diese andere Seite unbedingt zeigen will. Above the Fold ist die beste Position, die ein Backlink haben kann.

 

Fazit

Die Linkposition sagt einiges über die Absicht und die Qualität der Zielseite aus. Wir können festhalten, dass je weiter oben ein Backlink auf einer Webseite ist, desto wertvoller ist er. Das hängt zu einem mit den Absichten des Linksetzers zusammen, aber auch mit der Wahrscheinlichkeit, dass ein Link angeklickt wird.

 

Klickrate (A)

Die Grundidee eines Links ist es, den Besuchern auf einer Webseite eine andere Seite zu zeigen. Links wurden dafür geschaffen um die Internetnutzer auf andere Seiten weiterleiten zu können, die der Seitenbetreiber für empfehlenswert hält. Ein Klick auf einen Link ist sozusagen eine Annahme der Empfehlung.

Ein Beispiel: Ein Webmaster will die Besuchern seiner Seite auf eine andere Seite aufmerksam machen. Er schreibt einen Text und setzt einen Link zu der Seite. Die Besucher der Seite finden das Thema interessant und lesen den Text, aber niemand klickt auf den Link. Mit anderen Worten, die Besucher nehmen die Empfehlung des Webmasters nicht an.

Das bedeutet der Webmaster findet die Zielseite zwar gut, aber die Leute halten die Empfehlung der Zielseite nicht für relevant. Wenn ein Link nicht für das benutzt wird, wofür er gemacht wurde, kann man nicht davon ausgehen, dass dieser Link einen Wert für die Zielseite darstellt. (Wir dürfen das jetzt nicht aus SEO Sicht betrachten, sondern aus Sicht des Internets. Es geht hier um die Grundidee eines Links.)

Die Referenz eines Links kann man also auf zwei verschiedene Arten messen:

  1. Der Referenz des Webmasters über die Zielseite.
  2. Der Referenz der Besucher über die Empfehlung des Webmasters.

In der SEO Szene ist die Klickrate überraschender Weise wenig diskutiert, aber wieso sollte eine Empfehlung (Link) des Webmasters, die von den Besuchern nicht angenommen wird, den gleichen Wert haben wie eine Empfehlung die angenommen wird. Über das Nutzerverhalten auf der Zielseite könnte Google dann auch beurteilen wie Zufrieden der Besucher mit der Empfehlung des Webmasters war. (Vielleicht wertet Google das Nutzerverhalten nicht nur für die Seite auf der sich der Nutzer befindet, sondern auch für die Seite die ihn dorthin gebracht hat. Auf jeden Fall könnte Google so erkennen wie gut oder schlecht die Empfehlungen von einem Webmaster sind. Wenn die Nutzer jedes Mal die Zielseite schnell wieder verlassen, wenn sie auf einen Link des Webmasters klicken, dann könnte das ein Zeichen sein das der Webmaster nicht viel davon versteht, was für das Thema relevant ist und was nicht. Die Vertrauenswürdigkeit in den Content des Webmasters könnte somit in Leidenschaft gezogen werden.)

Der zweite Vorteil für Google wäre, wenn sie die Klickrate mit in ihre Berechnungen aufnehmen würden, dass Links die nur für die Suchmaschine gesetzt wurden unschädlich gemacht würden. Einige Black Hat SEOs setzten Links so, dass sie von Suchmaschinen gefunden werden, aber für die Besucher kaum sichtbar sind. Eine beliebte Methode ist ein Punkt am Ende eines Textes zu verlinken. Vielleicht denken die Black Hats sie könnten so PageRank unauffällig untereinander austauschen. Aber so etwas wird eher als Manipulationsversuch gewertet, aber nicht als Rankingsignal.

Selbst wenn Google die Klickrate eines Links nicht direkt in die Rankingberechnung einbeziehen würde, wäre sie immer noch sehr wichtig. Mit jedem Klick auf einen Link kommt ein neuer Besucher auf die Zielseite. Dieser Besucher hinterlässt dort Nutzersignale. Je nachdem wie zufrieden er mit der Zielseite ist, hinterlässt er Positive oder negative Signale. Anhand dieser Signale könnte Google auch die Fachkenntnisse der Zielseite einschätzen (Weiß der Webmaster der Referer Seite, was relevant für seine Besucher ist oder verlinkt er nur gegen Bezahlung?).

 

Fazit

Für Google hätte es gewaltige Vorteile, wenn sie die Klickrate eines Links mit in die Rankingberechnung aufnehmen würden, weil die Klickrate eine Menge über den Link und über den Webmaster aussagt.

Ich persönlich würde sogar so weit gehen und sagen, dass ein Link der nicht benutzt wird, nur ein äußerst schwaches Rankingsignal sendet. Ein Link der dagegen sehr häufig angeklickt wird, ein sehr starkes Rankingsignal sendet. Anders gesagt, mit der Klickrate steht und fällt die Wertigkeit des Link.

Mich überrascht es immer wieder, wie wenig die Klickrate von Links in der SEO Szene erwähnt werden. Die CTR in den SERP ist ja auch ein sehr verbreitetes Thema. Und Google kann aus der Klickrate der Links deutlich mehr Schlüsse ziehen, als aus der CTR in den SERP. (CTR = Click-Through-Rate = Klickrate).

 

Linkart (C)

Wir können zwischen drei Arten von Links unterscheiden: Textlinks, Buttonlinks und Bildlinks.

Die Art des Links ist direkt höchst wahrscheinlich nur ein schwacher Rankingfaktor, aber sie kann die Klickrate beeinflussen. Bei einem Link in einem Text oder einem Button ist es offensichtlich, dass man ihn anklicken kann. Bei einem Bild ist das nicht direkt sichtbar, man muss erst mit der Maus darüber fahren um zu erkennen, dass es sich bei dem Bild um einen Link handelt. Auf Mobilen Endgeräten kann man es nur rausfinden, indem man es ausprobiert.

Ein Button ist nochmal auffälliger als ein Textlink und wird deshalb öfters angeklickt. Er beeinflusst deshalb stärker das Ranking.

 

Alter des Links (B)

Die Wertigkeit eines Backlinks wächst mit dem Alter. Ein Link der über Jahre bestehen bleibt gibt zu erkennen, dass die Zielseite über Jahre einen guten Mehrwert bietet. In vielen Themengebieten müssen die Informationen regelmäßig aktualisiert werden.

Dass die Aktualität ein Rankingfaktor ist wissen Sie bereits. Das Alter der Links zu dieser Seite kann ein Hinweis darauf sein, ob die Seite aktualisiert wurde wenn es nötig war. Man kann davon ausgehen, dass Backlinks entfernt werden, wenn die Zielseite in Sachen Aktualität hinterherhingt. Deshalb ist das Alter des Links ein Rankingfaktor.

 

Ankertext (A)

Der Ankertet war Mal ein so starker Rankingfaktor, dass man mit genug Backlinks, die das gleiche Keyword als Ankertext hatten, eine Seite auf Top Positionen bringen konnte, die dieses Keyword nicht einmal enthielt. Der bekannteste Fall dürfte der von Georg W. Bush sein. Im Jahr 2003 haben sich Gegner des damaligen Präsidenten abgesprochen, einen Link zur Homepage des Präsidenten, mit dem Ankertext miserable failure (dt. jämmerlicher Versager) auf ihre Webseiten zu setzten. Daraufhin rankte die Homepage von Gerog W. Bush auf Platz eins, unter dem Keyword miserable failure.

Man nennt diese Vorgehensweise auch Google Bombe. Laut eigenen Aussagen hat Google den Algorithmus so geändert, dass eine Google Bombe nicht mehr so leicht möglich ist.

Es ist eher unwahrscheinlich, dass Google die Bewertung der Ankertexte dafür abgestuft hat. Die Ankertexte sind einfach ein zu guter Hinweis auf die Relevanz des Links.

Man kann nur spekulieren wie Google diese Bomben entschärft. Vielleicht bewerten sie einen Ankertext nur dann, wenn das Keyword mindestens einmal auf der Webseite vorkommt. Wie auch immer Google die Bomben entschärft, der Ankertext ist und bleibt ein wichtiger Rankingfaktor.

Vergessen Sie nicht das Ankertextprofil zu beachten, wir besprechen es in Kapitel 4.3.2.1.4. Jetzt geht es erstmal mit den Rankingfaktoren weiter.

 

Relevanz des Umliegenden Textes (A)

Nicht nur der Ankertext, sondern auch der Text der den Ankertext umgibt ist ein Rankingfaktor. Ein Backlink ist viel mehr Wert, wenn er von einer themenrelevanten Seite kommt.

Es ist offensichtlich, dass ein Link von einer Seite über Zahnpasta zu einer Seite über Fahrräder, für die Besucher der Zahnpasta Seite keinen Mehrwert bietet. Es sei denn…

Es sei denn die Zahnpastaseite zeigt, dass man mit Zahnpasta optimal die Felgen eines Fahrrads reinigen kann. In diesem Fall würden die Keyword der Fahrradseite auf der Zahnpastaseite in Linknähe vorkommen.

Beispiel, so könnte der Umgebungstext des Links aussehen: Eine günstige Methode um die Speichen ihres Fahrrads auf Hochglanz zu polieren ist die Verwendung unserer Zahnpasta. Auf dieser Seite zeigt der bekannte Fahrradtester XYZ wie es funktioniert.

“Seite“ wurde hier als Ankertext verwendet und der umliegende Text enthält mehrere Keywords die zu einer Fahrradtestseite passen (kursive gedruckt).

Google kann anhand dieser Keywords in Linknähe (und anhand der Klickrate) feststellen, ob der Link einen Mehrwert für die Besucher bietet.

Zweites Beispiel: Ein Profi Mountainbiker berichtet, auf seiner Persönlichen Webseite, über den Fahrradtester XYZ. Er schreibt einen langen Text über diesen Fahrradtester, indem er berichtet wieso er seine Fahrräder immer nach dessen Empfehlung kauft. Er schreibt auch was ihm an einem Professionellen Mountainbike wichtig ist und natürlich verlinkt er den Fahrradtester XYZ auch.

Wenn wir jetzt eine WDF*IDF Analyse für die Zahnpastaseite und die Seite des Profi Mountainbikers durchführen würde, dann würde die Seite des Mountainbikers wahrscheinlich deutlich besser abschneiden.

Die Meinung des Mountainbikers ist mit Sicherheit auch wichtiger als die des Zahnpastaherstellers. Google könnte dies z.B. mit der WDF*IDF Analyse feststellen. In diesem Fall würde Google feststellen, dass alle Seiten, auf der Website des Mountainbikers, relevant zu der Seite des Fahrradtesters sind. Bei der Zahnpastaseite würde man diese Relevanz nicht feststellen. Die eine Seite auf der sich der Backlink befindet mag zwar relevant sein, aber die anderen Seiten auf der Website des Zahnpastaherstellers würden weniger relevant zu der Fahrradtestseite sein.

 

Fazit

Umso relevanter der Umliegende Text eines Backlinks ist, desto wertvoller ist der Backlink für die Zielseite. Wenn die Relevanz sogar Seitenübergreifend ist, also wenn die komplette Website Relevant zu der Zielseite ist, macht dies den Backlink noch wertvoller.

 

Von themenrelevante Websites (A)

Sie wissen ja schon aus dem obigen Beispiel, dass Backlinks von Seiten die mehrere themenrelevante Seiten zu diesem Thema haben, ein stärkeres Rankingsignal senden als Backlinks auf Seiten die nur diese eine themenrelevante Seite auf der Website haben.

Es sollte kein weiteres Beispiel nötig sein. Zusammengefasst kann man sagen, je mehr Ahnung der Linkgeber vom Fach der Zielseite hat, desto mehr Wertigkeit haben die Backlinks.

 

Von mehreren Seiten einer Website (C) & von verschiedenen Domains (A)

Diese beiden Rankingfaktoren erklärt man am besten in einem gemeinsamen Beispiel. Wir klären jetzt, ob es besser ist, zwei Backlinks von unterschiedlichen Seiten einer Website zu bekommen oder lieber von zwei verschiedenen Websites. Sie erkennen ja schon an den Markierungen A und C was besser ist. Wir sehen uns aber trotzdem mal an wieso das so ist.

Wenn ein Webmaster von mehreren Seite seiner Website auf die gleiche Zielseite verlinkt, muss er wirklich viel von der Seite halten. Trotzdem bringt dieser Rankingfaktor nur ein schwaches Rankingsignal. Der Grund dafür ist ganz einfach; Schutz vor Manipulationsversuchen.

Wenn ein Webmaster sich dazu entschließt seine Backlinks einzukaufen und einen Webmaster mit einer gut rankenden Website dafür bezahlt 100 Backlinks auf seinen Seiten unterzubringen, dann hat der Käufer wenig Aufwand damit gehabt. Wenn der Käufer aber Backlinks von verschiedenen Websites bräuchte um eine angemessene Wirkung für 100 Backlinks zu erhalten, dann müsste er 100 Verkäufer finden bei denen er einen Backlink kaufen könnte, der Aufwand wäre viel höher.

Das ist ein Grund wieso mehrere Backlinks von einer Website weniger stark gewertet werden als wenn sie alle von unterschiedlichen Websites kommen. Ein weiterer Grund ist, dass Backlinks von mehreren Websites auch von mehreren Webmastern gesetzt wurden. Die Zielseite hat somit  Referenzen von mehreren Personen und das ist vertrauenswürdiger als wenn die Referenzen nur von einer Person kommen würden.

 

Fazit

Generell ist es besser seine Backlinks von mehreren Websites zu bekommen. Wenn man jedoch zwei Backlinks von unterschiedlichen Seiten einer Website bekommt, ist dies etwas besser, als wenn es nur ein Backlink wäre. Es wäre dagegen aber viel besser, wenn die beiden Backlinks auf unterschiedlichen Websites wären. (Wenn man sich nur auf diese beiden Faktoren konzentriert. Die Backlinkqualität wird natürlich noch von vielen anderen Faktoren mitbestimmt. In dieser Erklärung haben wir nur geklärt, ob es besser ist, wenn man zwei Backlinks von unterschiedlichen Seiten einer Website bekommt oder von zwei verschiedenen Websites. Wenn die eine Website, auf der man ein Backlink hat, von schlechter Qualität ist oder sogar gegen Google Webmaster Richtlinien verstoßen hat, dann wäre es natürlich besser der Backlink wäre auch auf der Website, wo sich schon der andere Backlink befindet. Die Stärke des Rankingsignals aus dem obigen Beispiel zählt natürlich nur in diesem Verhältnis, wenn die beiden Websites ungefähr gleich gut sind.)

 

Leicht ansteigendes Linkwachstum (B)

Wie Google die Qualität eines Backlink misst wissen Sie jetzt. Natürlich spielt die Anzahl der Links auch eine Rolle. Allerdings nicht in der Stückzahl, sondern in Bezug auf das Wachstum. Dabei ist Natürlichkeit das oberste Gebot.

Wenn eine Webseite innerhalb weniger Tagen, 50 neue Backlinks bekommt und das obwohl sie sonst nur eins oder zwei Backlinks in der Woche bekommen hat, ist das kein natürliches Linkwachstum. Es deutet sogar auf einen Backlinkkauf hin.

Ein natürliches Linkwachstum ist an folgenden Dingen zu erkennen:

  • Die Anzahl der Backlinks wächst kontinuierlich
  • Die Wachstumsgeschwindigkeit nimmt leicht zu (z.B. im ersten Jahr durchschnittlich ein Backlink pro Woche, im zweiten Jahr zwei pro Wochen, usw.)

Solange das Linkwachstum diese beiden Eigenschaften aufweist, ist alles in Butter. Wenn man keine Manipulationsversuche unternimmt, ist das in der Regel auch so.

Sie haben jetzt die Rankingfaktoren der Do-Follow Backlinks kennengelernt. Fehlen noch die No-Follow Backlinks.

 

4.3.2.1.2 No-Follow Backlinks

Wir haben ja nebenbei schon einiges über No-Follow Backlinks besprochen, weshalb ich nicht mehr viel zu ihnen sagen muss. Wichtig noch zu wissen ist, dass No-Follow Backlinks nicht mal Ansatzweise so ein starkes Rankingsignal senden wie Do-Follow Backlinks. Es ist schwierig das Ranking einer Seite mit No-Follow Backlinks zu verbessern, trotzdem spielen sie eine wichtige Rolle. Sie wissen gleich wieso.

 

Größe der Referer Seite (C)

Wenn es irgendwo da draußen im Web einen No-Follow Link gibt, der einer Seite ein Vorteil im Ranking verschafft, dann befindet er sich auf einer sehr bekannten Website. No-Follow Links von kleinen oder Mittelgroßen Seiten haben keine Auswirkung auf das Ranking.

Es wird zwar von Google immer wieder betont, dass No-Follow Links absolut keine Wirkung auf das Ranking haben. Einige SEOs berichten aber, mit Backlinks von Wikipedia einen Rankingvorteil bekommen zu haben. (Wikipedia setzt generell alle externen Links auf No-Follow). Deshalb können wir davon ausgehen, dass Google No-Follow Links von großen Seiten, mit in die Rankingberechnung einbezieht. (Google flunkert gerne, wenn es um Rankingfaktoren geht).

 

Von themenrelevanten Seiten (C)

Ein No-Follow Backlink auf einer großen Seite reicht aber nicht, sie muss auch relevant zu der Zielseite sein. Normalerweise ist das automatisch der Fall, weil wie sollte ein irrelevanter Link auf so einer großen Seite wie Wikipedia über längere Zeit überleben.

 

Anteil (B)

Der Anteil ist das wichtigste wenn es um No-Follow Links geht. Sie tragen nämlich zu einem natürlichen Linkprofil bei. Ein No-Follow Backlink auf einem unbekannten Blog sendet zwar kein Rankingsignal, aber er lässt das Linkprofil natürlich aussehen und das ist ein sehr wichtiger Punkt. Das Linkprofil besprechen wir gleich noch genauer.

 

 

4.3.2.1.3 Backlinkoptimierung

Bestimmt ist ihnen aufgefallen, dass wir bis jetzt noch gar nicht besprochen haben wie man die Rankingfaktoren der Backlinks optimieren. Das liegt daran, dass wir diese Faktoren nur in geringen Maßen selber optimieren können. Wenn wir die Rankingsignale der Backlinks verstärken wollen,  müssen wir andere Webmaster dazu bringen, unsere Seiten zu verlinken.

Beim Content war dies noch einfach, weil er sich auf unserer Seite befindet. Backlinks bekommen wir aber meistens von Seiten die uns nicht gehören. Das Gute daran ist aber, dass wir mit der Optimierung unseres Contents auch unsere Backlinks optimieren können. Backlinks sind eine Referenz unseres Content, deshalb müssen wir an unserem Content arbeiten um die Rankingsignale der Backlinks zu verstärken.

Natürlich gibt es auch Möglichkeiten selber Backlinks zu setzten, aber wir haben schon gelernt, dass Backlinks die man selber setzten kann, ein schwächeres Rankingsignal senden als Backlinks die man nicht selber setzten kann. Das macht es für uns natürlich nicht einfacher gute Backlinks zu bekommen, aber der Vorteil daran ist, dass einmaliger Backlinksoptimierter Content (Linkbait) selbständig Backlinks “sammeln“ wird.

Wir werden jetzt die beiden Backlinkoptimierungstaktiken näher besprechen. Zuerst sehen wir uns an wie man vorgeht, wenn man Backlinks eigenständig setzt. Dann sehen wir uns an, wie man seinen Content verlinkenswert macht.

 

Selbst Backlinks setzten

Es gibt weniger zu sagen als sie vielleicht erwartet haben. Wer seine Backlinks selber setzten will, muss auf andere Webseiten gehen und dort einen Link unterbringen. Das setzten eines Backlinks sollte für die wenigsten ein Problem sein. Das Finden von geeigneten Seiten dagegen eher.

Ich kann jetzt leider nicht zu jedem x beliebigen Thema die besten Seiten aufzählen wo man Backlinks selber setzen kann. Das Buch hätte dann 10.000 Seiten.

Ich habe ihnen eine Liste mit allen Webseiten erstellt, auf denen man themenunabhängig einen Backlink platzieren kann. Es sind sozusagen Multikulturelle Webseiten bei denen es nicht darauf ankommt welches Thema die verlinkten Zielseiten behandeln.

Da diese Liste ziemlich lang ist und damit Sie nicht jede Backlinkquelle selbst in den Browser eintippen müssen, habe ich sie ihnen auf meiner Website verlinkt. Sie finden die Liste unter https://sogehtseo.com/backlinkquellen/

Bevor Sie jetzt alles überstürzten und anfangen ihre Backlinks zu verteilen, lesen Sie bitte dieses Buch bis zum Ende. Es gibt noch ein paar Dinge, die man beim setzten von Backlinks unbedingt beachtet sollte.

 

Linkbait

Linkbait bedeutet nichts anderes als Linkköder. Man erstellt einen “Köder“ auf den andere Webmaster anbeißen sollen, indem sie einen Link auf diesen Köder setzten. Die beste Möglichkeit solch einen Köder zu erstellen, ist es Content zu produzieren den es so im Web noch nicht gibt und der einen überdurchschnittlichen Mehrwert bietet. Das ist allerdings leichter gesagt als getan.

Wir sehen uns jetzt die bekanntesten Dinge an die einen Köder darstellen könnten:

  • Gratis Produkte
  • Studien
  • Infografiken
  • Best of Listen
  • Umfragen / Abstimmungen
  • Bilder & Videos
  • Außergewöhnliches Design
  • Interviews
  • Checklisten
  • Wettbewerbe
  • Streit / Kontroverses
  • Anleitungen
  • Guter Content (Texte)

 

Gratis Produkte

Gratis Produkte sind sehr gute Linkköder. Alleine wenn jemand das Wort “gratis“ hört, schenkt er dem Produkt seine Aufmerksamkeit. Besonders beliebte gratis Produkte sind E-Books und Software.

 

Studien

Studien werden oft als Quellenangabe benutzt und erzeugen somit einen Backlink. Zugegeben, es kostet einiges an Zeit eine eigene Studie durchzuführen. Aber es können auch Meta-Studien durchgeführt werden. (Eine Meta-Studie wertet mehrere Studien aus und erstellt daraus eine neue Studie. Manchmal wiedersprechen sich die verschiedenen Studien und eine Meta-Studie bilden dann sozusagen den Durchschnitt aus all diesen Studien. So können Fehler in einzelnen Studien eliminiert werden und man bekommt eine große Sicherheit über die Ergebnisse.)

 

Infografiken

Infografiken sind eine einfache Form um Content zu konsumieren. Natürlich können sie auch als Linkköder dienen. Viele Leute haben nicht die Zeit (oder sind zu faul) eine Infografik selber zu erstellen. Deshalb suchen sie im Web nach geeigneten und fragen ob sie diese auf ihren Webseiten einbinden dürfen, wenn sie diese verlinken. Eine gut designte Infografik kann ein effektiver Linkköder sein.

 

Best of Listen

Es gibt zwei Möglichkeiten um Backlinks mit Best of Listen zu generieren. Die erste ist eine gute Website bzw. Webseite über das Thema. Seiten mit gutem Mehrwert sprechen sich rum und tauchen früher oder später in einer Best of Liste auf.

Die zweite Möglichkeit ist das Erstellen von eigenen Best of Listen. Webmaster präsentieren gerne Best of Listen auf ihrer Website um den Besuchern zu zeigen, dass sie in der Szene anerkannt sind. Best of Listen kann man zu fast allen Dingen erstellen. Wenn man sich in der Szene schon auskennt machen sie auch nicht besonders viel Arbeit.

 

Umfragen / Abstimmungen

Eine Umfrage ist auch eine Art Studie. Die Erkenntnisse können als Linkköder dienen, aber auch die Durchführung selber. Wenn z.B. eine Person oder ein Unternehmen in einer Umfrage besonders gut abschneidet, verlinkt sie diese gerne auf ihrer eigenen Seite, um die Umfrage noch mehr anzuheizen und noch besser abzuschneiden.

 

Bilder & Videos

Es macht Sinn gute Bilder oder Videos gegen Backlinks zu tauschen. Man kann sie kostenlos anbieten, wenn der Benutzer dafür die Quelle des Bildes angibt, also ihre Webseite. Die Bilder kann man dann in Bildergalerien anbieten (z.B. Pixabay). Man kann sie auch für die Google Bildersuche optimieren und dann auf der eigenen Seite zum Download anbieten.

 

Außergewöhnliches Design

Ein Außergewöhnliches Design einer Webseite kann sich rumsprechen. Der mit bekannteste Fall ist der eines Waschsalons aus Toronto. Die Website finden Sie unter https://alfredservice.com/ und sie ist auch auf https://sogehtseo.com/aussergewoehnliches-design/ verlinkt.

 

Interviews

Interviews werden oft als Quellenangabe oder als zusätzlicher Content für eine Webseite genutzt. Wenn sie eine wichtige Person aus der Szene Interviewen können, sollten sie dies tun.

 

Checklisten

Checklisten werden, genau wie Infografiken, nicht gerne selber erstellt. Eine gute und ausführliche Checkliste kann ein guter Linkköder sein.

 

Wettbewerbe

Wenn es in der Szene ihrer Website irgendetwas gibt, in den man gegeneinander antreten kann, können sie einen Wettbewerb daraus machen. Sie können die Betreiber der Websites gegeneinander antreten lassen um zu klären wer der Beste seines Faches ist. Es können auch Preise vergeben werden oder es wird nur aus sportlicher Sicht geschehen. Die Links bekommen Sie dann über die Ergebnisse und auch über Mitmachaufforderungen von anderen Webmastern.

 

Streit/ Kontroverses

Nicht jedermanns Sache, aber Streit ist in vielen Fällen gut fürs Geschäft. Wenn es eine festgesetzte Meinung zu einer bestimmten Sache in ihrer Szene gibt, kann es sich lohnen dieser zu wiedersprechen. Vorausgesetzt Sie machen sich damit nicht lächerlich!

Zeitungen und Fernsehen berichten oft von Leuten die gegen den Strom schwimmen. Aufzufallen ist ein entscheidender Punkt im Marketing. Eine kontroverse Meinung sorgt fast immer für Aufmerksamkeit.

Mit Streit ist nicht gemeint, dass Sie jemanden Beleidigen sollen, es geht um eine konstruktive Diskussion die anderen Leuten weiterhilft. Nützliche Kritik wird von niemandem als störend empfunden. Sollte dabei eine Diskussion unter zwei Experten entstehen, wird sich diese vielleicht auf andere Experten übertragen, die ihren Senf auch dazu geben wollen.

Beim Streit geht es nicht primär darum Backlinks zu generieren (das passiert nebenher), es geht eher darum allgemein in der Szene aufzufallen. Selbst wenn ein Streit mal zu ihrem Nachteil ausfallen sollte, ist das kein Grund zur Sorge. Der aktuelle Präsident der USA, Donald Trump sagte dazu einmal: „Es macht gar nichts, wenn man mal negativ auffällt, die Leute sehen Tag für Tag schlechte Sachen in den Nachrichten, in Zeitungen und auch im echten Leben. Irgendwann vergessen sie was du gemacht hast, aber dein Name bleibt ihnen in Erinnerung.“

 

Anleitungen

Gute Anleitungen, egal ob in Videos oder Bildern, werden gerne verlinkt. Genau wie bei Infografiken und Checklisten ist der Zeitmangel oder die Faulheit der Grund.

 

Guter Content

Guter Content macht Sie in der Szene bekannt. Und wer bekannt ist wird auch oft verlinkt. Aber selbst wenn sie nur einen richtig guten Artikel schreiben, wird dieser früher oder später von anderen Webmastern verlinkt. Guter Content ist die Basis der SEO Arbeit.

 

 

Taktik zum Verbreiten von Linkbaits

Ja es stimmt, dass Linkköder dazu da sind sich selbständig zu verbreiten. Aber damit es dazu kommt, kann es sein, dass man das Rad ins Rollen bringen muss. Wenn man eine Website mit genug Traffic hat, passiert das meist ganz automatisch. Unter den Besuchern wird auch der eine oder andere Webmaster sein der den Köder des Contents annimmt.

Wenn die Seite allerdings erst im Aufbau steckt und man die Backlinks braucht, um Traffic zu generieren (für ein gutes Ranking). Dann bringt es nichts, zu warten bis der Köder gefunden wird, man muss ihn unter die Leute bringen. Von da aus kann er sich dann selbständig ausbreiten.

Sobald ein Köder einmal auf einer großen Webseite verlinkt wurde, wird er auch von dieser aus arbeiten. Jeder Backlink der auf ihren Köder führt, erhöht die Reichweite des Köders. Die Backlinks, die auf ihren Köder führen sind sozusagen weitere Köder die für den eigentlichen Köder arbeiten. Anders gesagt, der Köder wird mit jedem Backlink den er bekommt effektiver, weil die Backlinks auf den Köder aufmerksam machen. Der Köder verbreitet sich selbständig im Web und generiert dabei Backlinks für seine Seite. Von der Seite, auf der sich der Köder befindet, kann dann intern auf Seiten verlinkt werden, die besser ranken sollen. (PageRank Vererbung). Optimal wäre es, wenn der Köder bereits auf der Seite ist, die besser ranken soll.

Die besten Orte an denen ein Köder ins Rollen gebracht werden kann sind:

  • Soziale Netzwerke
  • Blogkommentare
  • Foren
  • Spezielle Seiten (Bilder Portale, Google Bildersuche)
  • Andere Webmaster direkt anschreiben

 

 

4.3.2.1.4 Profile

Sie kennen jetzt die Rankingfaktoren der Backlinks und wissen wie man sie optimiert. Jetzt müssen wir noch die beiden Profile besprechen. Diese sind sehr wichtig und Sie sollten sie regelmäßig kontrollieren. (Geeignete Tools finden Sie im Tool-Kapitel –Kapitel 7-).

Anhand der Profile kann Google manipulationsversuche aufdecken. Es ist ein wichtiger Teil der SEO Arbeit, die Profile in einem natürlichen Zustand zu halten. Wir sehen uns jetzt an, was dieser natürliche Zustand ist. Wir beginnen mit dem Linkprofil und machen dann mit dem Ankertext Profil weiter.

 

Linkprofil (A)

Beim Aufbau von Backlinks sollten Sie das Linkprofil im Auge behalten. Sie können das mit verschiedenen Tools machen, die wir uns im Tool-Kapitel ansehen werden. Jetzt sehen wir uns erst einmal an, wie ein natürliches Linkprofil aussieht.

Wichtig für ein natürliches Linkprofil sind folgende vier Dinge:

  • Öffentliche & Private Linkpositionen
  • Do- / No-Follow Verteilung
  • Anzahl Deeplinks

Wir besprechen Sie jetzt wie gewohnt im Einzelnen.

 

Öffentliche & Private Linkpositionen

An öffentlichen Linkpositionen könnte jeder Besucher der Seite einen Backlink setzten. Links auf Privaten Linkpositionen müssen vom Betreiber der Seite gesetzt werden. Ein natürliches Linkprofil hat ca. 20-40% der Backlinks auf öffentlichen Positionen.

 

Do- / No-Follow Verteilung

Die genaue Verteilung zwischen Do- und No-Follow Links ist nicht so wichtig, so lange es eine Verteilung gibt. Wenn es keine No-Follow Links gibt, kann dies ein Hinweis auf Manipulationsversuche sein und Google wird sich die Seite genauer ansehen. Wenn Sie ihr Linkprofil selbst aufbauen, sollten Sie auch ein paar No-Follow Links setzten. Mit einem Anteil von 5-30% wirkt ein Linkprofil auf jeden Fall natürlich.

 

Anzahl Deeplinks

Die Anzahl der Backlinks, die auf eine Unterseite führen, sollte mindestens 50% betragen. Zu wenig Deeplinks wirken unnatürlich. Beachten Sie dies unbedingt, wenn Sie Backlinks aufbauen.

 

 

Ankertext Profil (A)

Das Ankertext Profil ist auch sehr wichtig, es sollte unbedingt beachtet werden. Ankertexte können für ein sehr starkes Rankingsignal sorgen, wenn man sie richtig einsetzt. Folgende Arten von Ankertexten gibt es:

  • Domain / URL (sogehtseo.com, https://sogehtseo.com/blog/, usw.)
  • Marke (der Markenname wird als Ankertext verwendet)
  • Hauptkeyword (das Hauptkeyword einer Seite dient als Ankertext z.B. Abnehmen)
  • Keywords/sekundär Keywords (Kalorien zählen, mit Sport abnehmen, Diät Tipps, usw.)
  • Call-to-Actions (hier, hier klicken, mehr erfahren, usw.)
  • Sonstige (Bildlinks, verlinkte Sätze, irrelevante Keywords, usw.)

Das wichtigste ist ein breit aufgestelltes Ankertextprofil, d.h. es sollte möglichst viele verschiedene Ankertexte innerhalb dieser Kategorien geben. Zum Beispiel sollte die Kategorie Call-to-Action nicht nur aus dem Ankertext “hier“ bestehen, sondern aus möglichst vielen verschiedenen Varianten (hier, hier klicken, mehr erfahren, auf dieser Seite, mehr Infos, Weitere Informationen, schau mal hier, hier gibt’s mehr, usw.)

Das Hauptkeyword als Ankertext sendet das stärkste Rankingsignal, aber es ist auch das Gefährlichste. Wenn das Hauptkeyword zu häufig als Ankertext vorkommt, wird Google diese Links nicht in das Ranking mit einberechnen. Es ist nicht gerade viel, aber eine Nutzung des Hauptkeywords als Ankertext von ca. 1% ist am effektivsten. Maximal sollten es 2% sein.

Die restlichen Keywords sollten ungefähr gleichmäßig auf die anderen Kategorien verteilt werden. Und auch innerhalb einer Kategorie sollten die Ankertexte gleichmäßig häufig vorkommen. Generell ist eine Variation des Markennamens und der Domain, die häufigsten Ankertexte. Es müssen nicht alle Ankertexte gleichhäufig vorkommen, wichtig ist, dass es möglichst viele Variationen gibt.

 

 

4.3.2.2 User Signals (positiv + negativ)

Nutzersignale sind für Google der ehrlichste Rankingfaktor überhaupt. Die Rankingsignale der Nutzer können nur sehr schwer manipuliert werden. Google kann außerdem sehr viel aus dem Nutzerverhalten erkennen, z.B. wie Zufrieden der Nutzer ist und wie sehr die Seite zu der Intention (Absicht des Nutzers beim googeln) des Nutzers passt.

Wir besprechen jetzt die Rankingfaktoren der Nutzersignale im Einzelnen. Hier ist es jetzt so, dass die Faktoren positive und auch negative Signale senden können. Es kommt immer darauf an wie die Nutzer diese Signale erfüllen (oder eben nicht erfüllen).

Die beste Möglichkeit um Nutzersignale zu optimieren, ist es den Nutzern den bestmöglichen Mehrwert zu bieten. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Nutzersignale nur ein Feedback des Contents sind. Genau wie mit Backlinks, kann man die Nutzersignale am besten durch die Optimierung des Content verbessern. Aber es gibt für einigen Faktoren Methoden, die mehr aus dem Nutzer “rausholen“. Anders gesagt, der Content ist die Basis des Nutzerverhaltens, aber es gibt bestimmte Content Elemente die das Nutzerverhalten besonders gut optimieren.

 

Lesezeichen Chrome (A)

Chrome wurde extra auf die Verwendung von Lesezeichen zugeschnitten. Im Gegensatz zu anderen Browsern werden die Lesezeichen direkt angezeigt und man muss nicht erst ein Fenster öffnen um sie zu sehen.

Wer ein Lesezeichen in seinem Browser setzt, macht das weil er diese Seite öfters besuchen will. Wenn Google Lesezeichen für eine Seite auf vielen verschiedenen Browsern findet, ist das ein klar positives Signal für diese Webseite.

Es ist nur nicht so leicht die Nutzer dazu zu bringen, ein Lesezeichen in ihren Browser zu setzten. Die Leute setzten ja nicht zu jeder Seite die sie gut finden ein Lesezeichen. Sie setzten Lesezeichen nur, wenn sie vorhaben diese Seite öfters zu benutzen.

Es gibt drei Gründe warum ein Nutzer öfters auf eine Seite zurückkehrt:

  • Es gibt zu viel interessanten Content, um ihn auf einmal zu konsumieren.
  • Er will die Funktionen der Seite öfters nutzen (z.B. Soziale Netzwerke, Tools, Online Shops, usw.).
  • Es gibt Informationen die zu einem späteren Zeitpunkt nützlich sein könnten (z.B. interessanter Artikel, Checklisten, Schritt für Schritt Anleitungen, Umfragen, usw.).

Um ein Lesezeichen zu erhalten sollten Sie dem Nutzer mindestens ein Element bieten das einen dieser Gründe erfüllt. (Linkköder könnten auch hier wirken.)

 

CTR (A)

Wie man die CTR erhöht, haben wir uns schon mal angesehen, als wir die Rankingfaktoren Titel und Description besprochen haben (Unterkapitel 4.3.1.1.) Ein gut optimierter Titel sorgt automatisch für eine bessere CTR. Ich wiederhole nochmal die wichtigsten Punkte:

  • Relevanz zur Suchanfrage.
  • Sonderzeichen verwenden ✓♥.
  • Zahlen verwenden.
  • GROßBUCHSTABEN VERWENDEN.
  • L e e r z e i c h e n zwischen den Buchstaben verwenden.
  • Nicht übertreiben (Überoptimierung wirkt unseriös) .
  • Nutzer neugierig machen.

Neben dem Titel und der Description gibt es aber noch eine weitere Möglichkeit die CTR zu erhöhen, Rich Snippets.

 

Rich Snippets

Die verschiedenen Arten von Rich Snippets haben wir schon in Kapitel 1 kennengelernt. Jetzt sehen wir uns an wie wir diese Rich Snippets erstellen. Wenn Sie, so wie die meisten, WordPress verwenden, können Sie ein Plugin verwenden welches die Rich Snippets für Sie erstellt (z.B. das Plugin „All In One Schema.org Rich Snippets“). Wenn Sie kein WordPress verwenden, können Sie sich den HTML Code für ein Rich Snippet auf http://schema.org/creator oder http://rich-snippet-generator.de/index.php erstellen lassen. Schema.org wurde von Google, Yahoo! und Bing ins Leben gerufen.

Weil der Anteil von Rich Snippets in den SERP nicht besonders hoch ist, fallen Rich Snippets deutlich mehr auf als normale Snippets. Sie erhöhen die CTR und somit auch die User Aktivitäten auf ihrer Website.

 

 

Time on Site (A) & Time on Page (B)

Time on Site = Aufenthaltsdauer auf der Website

Time on Page = Aufenthaltsdauer auf einer Webseite

 

Die Time on Site ist ein klares Rankingsignal. Ist sie hoch, sendet sie ein positives Rankingsignal. Ist sie niedrig, ein Negatives.

Die Time on Page ist nicht immer negative wenn sie niedrig ist. Wie wir aus der Designoptimierung schon wissen, kann eine niedrige Time on Page ein Zeichen dafür sein, dass der Nutzer die gesuchte Information schnell gefunden hat. Man sollte deshalb keine langen Texte schreiben mit der Absicht die Time on Page zu erhöhen, dafür gibt es andere Methoden. Ein langer Text sollte lieber besser designt werden, um die Design Rankingfaktoren zu verbessern und Informationen besser auffindbar zu machen.

Zum Beispiel können Videos und Bildergalerien die Time on Page & Time on Site erhöhen. Aber auch interaktive Elemente, das Öffnen von externen Links in einem neuen TAB und eine gute interne Verlinkung sind dafür gut geeignet. Sie haben eigentlich schon alles kennengelernt was sie Aufenthaltsdauer erhöht. Wenn Sie alles was Sie in diesem Buch gelernt haben, umsetzten, wird die Time on Site automatisch steigen.

 

Seitenaufrufe pro Besuch (B)

Je mehr Seiten ein Nutzer auf einer Website aufruft desto interessanter ist die Website für ihn. Viele Seitenaufrufe innerhalb einer Website können sich positiv auf das Ranking auswirken. Mit einer guten internen Verlinkung können die Seitenaufrufe gesteigert werden.

 

Bounce Rate / Absprungrate (B)

Die Bounce Rate gibt an, wie viele Besucher die Seite verlassen ohne eine Aktion auf ihr ausgeführt zu haben. (Ein Klick auf einen Link wird schon als Aktion gewertet, Scrollen aber nicht). Eine hohe Bounce Rate kann bedeuten, dass die Einstiegsseite (die Seite über die der Besucher auf die Website kommt) nicht dazu verleitet sich näher mit der Website zu beschäftigen. Sie könnte aber auch bedeuten, dass der Nutzer direkt die gesuchte Information bekommen hat. (Anhand anderer Faktoren kann Google erkennen ob es sich um einen positiven oder negativen Absprung gehandelt hat.)

 

Pogo Sticking (-B)

Pogo Sticking bedeutet, dass ein Besucher die Seite sofort wieder verlässt. Er kommt auf die Seite und verlässt diese nach wenigen Sekunden wieder. Pogo Sticking kann viele Ursachen haben und es ist immer mit der Unzufriedenheit des Besuchers verbunden. Pogo Sticking ist also ein Verhaltensmuster das sich negativ auf das Ranking auswirkt.

Ursachen von Pogo Sticking:

  • Content passt nicht zu den Erwartungen (Um das zu verhindern sollte der Link, über den der Nutzer auf die Seite kommt, möglichst relevant zum Content der Seite sein. D.h. das Snippet der Seite sollte gut optimiert sein und die Ankertexte bzw. der Umgebungstext von internen Links sollte relevant zum Inhalt der Zielseite sein.)
  • Lange Ladezeit (Der Nutzer hat die Seite schon aufgerufen, aber er verlässt sie wieder, bevor sie geladen ist.)
  • Schlechtes Design (Die Seite macht, rein Optische, einen schlechten Eindruck oder sie ist überladen mit Werbung.)

 

Ausstiegsrate (B)

Die Ausstiegsrate gibt an, wie viele Besucher ihre Suche, auf einer Seite abbrechen. Dies passiert indem der Nutzer den Tab oder den Browser schließt. In den meisten Fällen bricht der Nutzer seine Suche ab, weil er alle gewünschten Informationen bekommen hat.

 

Return to SERP Rate (B/-B)

Die Return to SERP Rate kann positive und negative Rankingsignale senden, je nachdem was der Nutzer danach auf den SERP macht. Angenommen der Nutzer hat gerade eine Webseite besucht und ist jetzt wieder zurück auf die SERP gegangen. Wenn er jetzt ein anderes Snippet anklickt, bedeutet dies, die vorher besuchte Seite konnte nicht die Bedürfnisse des Nutzers erfüllen.

Wenn er aber ein neues Keyword eingibt, kann dies bedeuten, dass die vorher besuchte Seite doch die Bedürfnisse erfüllt hat. (Es kommt natürlich darauf an, ob das Keyword zu den vorher eingegebenen Keyword relevant ist. Also ob der Nutzer die Suche verfeinert hat oder ob er nach etwas ganz anderem sucht. Aber in beiden Fällen sollte dies eine positive Return to SERP Rate gewesen sein. Die zuerst besuchte Seite kann schließlich nichts dafür, dass der Nutzer nicht gleich ein genaueres Keyword eingegeben hat.)

 

Anzahl ausgeführter Aktionen (B)

Wenn eine Seite intensiv genutzt wird, ist sie auch relevant zu diesem Thema. Mögliche Nutzeraktion: klicken & tippen (scrollen ist zwar auch eine Aktion, aber sie zeigt nicht, dass der Nutzer sich mit dem Inhalt der Seite beschäftigt hat, sondern nur, dass er sich die Seite angesehen hat.) Je mehr die Nutzer klicken und Tippen desto besser ist es für eine Website bzw. für eine Webseite.

Um den Nutzer zu möglich vielen Aktionen zu bringen, müssen Sie ihm möglichst viele Möglichkeiten anbieten, eine Aktion auszuführen. Dinge die zu Nutzer Aktionen führen:

  • Viele Seiten
  • Eine gute interne Verlinkung
  • Interaktive Elemente
  • Kommentarfunktionen
  • Bewertungsmöglichkeiten
  • Ein übersichtliches Menü
  • Videos
  • Bildergalerien
  • Bilder vergrößern Funktion
  • Call-to-Actions (Aufforderung zu Aktion z.B. klicke hier, sieh dir dieses Video an, hinterlasse ein Kommentar, usw.)

 

BacklinkComeback Rate (B)

Wenn Sie auf eine andere Webseite extern verlinken und die Besucher diesen Link anklicken aber nicht wieder auf ihre Webseite zurückkommen, ist dies für Google ein negatives Zeichen. Passiert dies öfters, denkt Google die Zielseite hinter dem Link, ist für die Nutzer relevanter als die Linkgeberseite.

Um dies zu verhindern sollten Sie nur auf zusätzliche Informationen verlinken und nicht auf Seiten die genau das gleiche Thema erklären. Wenn Sie zum Beispiel eine Webseite haben, die erklärt wie man am besten Orangensaft selber macht (ich trinke gerade O-Saft, deshalb dieses Beispiel), dann sollten Sie vielleicht auf eine Webseite verlinken, die erklärt woran man qualitativ hochwertige Orangen erkennt und nicht auf eine Webseite die genau das gleiche erklärt wie ihre Seite.

 

Wie kommt der User auf die Seite (B)

Ein zusätzliches Rankingsignal könnte es geben, wenn der Nutzer über die Direkteingabe, ein Lesezeichen oder einen Link auf eine Seite kommt. Wenn z.B. ein Unternehmen viel Geld ins Marketing investiert und deshalb relativ bekannt ist, werden mehr Leute die Website direkt aufrufen. Eine allgemeine Bekanntheit könnte so auch von Google erfasst und bewertet werden.

Websites dessen dazugehöriges Unternehmen auch auf anderen Marketingkanälen tätig ist, ist vermutlich etwas professioneller aufgestellt, als eine Website die nur über die organischen Suchergebnisse von Google, Besucher generiert. Diese Professionalität ist über die Direkteingabe der Website messbar und somit ein Rankingsignal.

 

Wiederholte Zugriffe (B)

Wenn ein Nutzer wiederholt auf eine Seite zugreift ist das ein positives Rankingsignal. Das kann über die SERP, Lesezeichen, Links oder auch die Direkteingabe passieren.

Eine Webseite die gezielt angesteuert wird, ist dem Nutzer aus irgendeinem Grund im Gedächtnis geblieben. Weil er sie wiederholt aufruft, ist es sehr wahrscheinlich, dass dies einen positiven Grund hat. Dies wird natürlich in die Rankingbewertung mit einbezogen.

 

Sterne Bewertung (C)

Wenn Nutzer direkt auf der Seite eine positive Bewertung abgeben können, kann das ein positives Signal senden. Natürlich wäre dies leicht zu manipulieren

und es bieten auch nicht sehr viele Seiten diese Möglichkeit, deshalb ist dies (wenn überhaupt) nur ein sehr schwaches Rankingsignal.

 

Referenzen von Bewertungsportalen (C)

Google könnte die Referenzen aus Bewertungsportalen zum Erstellen der Rankings mitbenutzen. Wer hier Punkten will, hat keine andere Möglichkeit, als wirklich relevant zu sein.

 

 

4.3.2.3 Social Signals

Social Signals, also Rankingsignale aus den sozialen Netzwerken, werden häufig überschätzt. Das Crawlen der sozialen Netzwerke ist ein enormer Aufwand. Allein auf Facebook wird pro Sekunde über 40.000 Mal etwas gepostet. Man kann also bezweifeln, dass Google die sozialen Netzwerke vollständig mit in das Ranking einberechnet. Wir sehen uns jetzt die Social Signals an, die am meisten über die Qualität der Website aussagen könnten.

Aber bevor wir anfangen sollte ich noch erwähnen, dass man auch Besucher über soziale Netzwerke gewinnen kann. Vor allem wenn man eine neue Website erstellt und noch nicht so viele Besucher über die organischen Suchergebnisse bekommt, lohnt es sich Besucher auf sozialen Netzwerken zu generieren. Diese können dann Nutzersignale auf der Website hinterlassen und Google hat es leichter die Seite einzustufen. Wenn Sie auf ihrer Website Produkte oder Dienstleistungen anbieten lohnt es sich natürlich auch bei gut rankenden Seiten, auf sozialen Netzwerken tätig zu sein.

 

Links von verschiedenen Personen (C)

Je mehr Personen eine Website (mit Hilfe von Links) in den sozialen Netzwerken weiterempfehlen, desto beliebter ist die Seite und desto stärker könnte das Rankingsignal sein.

 

Traffic über Social Media (C)

Was für Backlinks von Webseiten zählt, zählt auch für Backlinks in den sozialen Netzwerken. Die Klickzahlen eines Links und das damit entstandene Nutzerverhalten auf der Zielseite geben ein gutes Feedback über die Qualität der Backlinks.

 

Stärke & Alter des Accounts (C)

Ein großer und alter Account würde natürlich mehr Rankingvorteile bringen als ein neuer kleiner Account.

 

Relevanz der Posts/Tweets/etc. (C)

Die Relevanz der Veröffentlichungen auf den sozialen Netzwerken ist ausschlaggebend für den Erfolg des Accounts und auch für die Website die dahinter steht. Ganz egal ob dies ein Rankingfaktor ist oder nicht. Relevanz ist immer ein Muss!

 

Fazit Social Signals

Aktivitäten auf sozialen Netzwerken senden größtenteils, durch das dadurch entstandene Nutzerverhalten auf der Website, ein Rankingsignal. Soziale Netzwerke eignen sich sehr gut um die Reichweite und den Traffic einer Website zu erhöhen. Auf das Ranking in Google haben sie dadurch einen indirekten Einfluss.

Alle Online Marketing Bereiche hängen mehr oder weniger zusammen, so auch SEO und Social Media Marketing.

 

Fazit Referenzen

Google hat sehr gute Methoden entwickelt um die Referenzen zu messen. Weil sich die Referenzen fast immer direkt auf den Content beziehen, kann man die Rankingfaktoren am besten mit gutem Content optimieren. Man kann allerdings auch die Referenzen direkt optimieren, vor allem die Backlinks. Um möglichst viele Referenzen zu erzeugen, gibt es kleinere Methoden, die dafür sorgen, dass der Content Referenzenfreundlich ist. Referenzenfreundlicher Content hilft den Nutzern ein gutes Feedback zu hinterlassen, egal ob mit Nutzersignalen oder Backlinks.

 

Was Sie bis jetzt gelernt haben

Der Content sollte in erster Linie einen Mehrwert bieten (Teil 1 Content) und in zweiter Linie sollte er es den Nutzern leicht machen, positive Referenzen zu hinterlassen (Teil 2 Referenzen).

Teil drei der Rankingfaktoren bezieht sich auf die Technik. Sie soll den Nutzern und Google einen schnellen und einfachen Zugang zum Content gewährleisten.

 

 

 

4.3.3 Technik

Die Technikfaktoren sind wichtige Faktor für Google. Ohne Technik könnte Google gar keine Webseiten sortieren. Eine gute Technik bedeutet einen guten Zugang zum Content. Die Technik dient den Nutzern und auch den Googlebots, sie sind auch Besucher der Website.

 

URL (B)

Anhand der URL kann man erkennen um was es auf der Seite geht, vorausgesetzt die URL wurde suchmaschinenoptimiert. Hier die wichtigsten Regeln die man bei der Erstellung von URLs möglichst beachten sollte:

  • Möglichst kurz gehalten
  • Lesbare Wörter / keine Kryptografische URL / keine Parameter
  • Keine Großbuchstaben
  • Keine Unterstriche (Wörter zusammenschreiben oder mit – trennen)
  • Keine Umlaute
  • Kein Keyword Stuffing

 

 

Bild Domain

 

 

Serververfügbarkeit (B)

Eine nicht erreichbare Website ist ein Ärgernis für die Nutzer. Wenn eine Website öfters nicht erreichbar ist, kann das zu einem abfallenden Ranking führen. Eine hohe Erreichbarkeit sendet dagegen ein positives Rankingsignal.

Es gibt mittlerweile Webhoster die mit einer Uptime (Serververfügbarkeit) von 99,95% werben. Bei der Wahl des Servers bzw. des Hosters sollte aber auch die Ladegeschwindigkeit beachtet werden. Einen Vergleich der Hosting Anbieter finden sie auch auf der Website sogehtseo.com (https://sogehtseo.com/webhoster-vergleich/). Hier soll es nur ums reine SEO gehen.

 

Ladezeit (A)

Google zeigt bei jeder Suchanfrage die benötigte Zeit an! Menschen hassen es auf einen Computer zu warten! Eine lange Ladezeit sorgt für Pogo Sticking! Wenn der Nutzer doch wartet, startet er mit einer leicht gereizten Stimmung auf ihrer Webseite! Eine schnell ladende Seite kann dem Nutzer ein positives Gefühl vermitteln, er kommt mit einer guten Stimmung auf ihrer Webseite! Die Stimmung des Nutzers kann sein Verhalten stark beeinflussen!

Fazit: Die Ladezeit ist ein wichtiger Rankingfaktor!

Zur Optimierung der Ladezeit ist vor allem eine geringe Dateigröße der Webseite empfehlenswert. Tools zum Messen der Ladezeit, finden Sie im Tool-Kapitel.

 

Installation von Google Analytics und Google Search Console (C)

In der SEO Szene wird vermutet, dass die Installation des Google Webmaster Tools (Search Console) und Google Analytics ein positives Rankingsignal senden kann. Google könne dann besser an Daten über die Website kommen.

Meine Meinung dazu ist ganz klar. Google Analytics und die Google Search Console sind sehr hilfreiche Tools, allein das ist die Benutzung schon wert. Es ist mir völlig egal ob die Seite dann ein kleines bisschen mehr Rankingsignal sendet oder nicht. Die Tools werden sowieso von fast jedem verwendet und es hätte somit keine Auswirkung auf das Ranking, weil jeder diesen Bonus bekommen würde.

 

Responsive Design (A)

Das responsive Design passt sich der Größe des Bildschirmes an, auf dem die Webseite angezeigt wird. Das soll die Nutzung auf Mobilen Endgeräten benutzerfreundlicher machen. Sie können das ganz einfach testen, indem Sie das Fenster des Browsers auf Smartphonegröße verkleinern. Wenn sich ihre Website angepasst hat, ist sie responsive.

Ein responsive Design ist für ein gutes Ranking auf Mobilen Endgeräten unerlässlich. Und fast die Hälfte aller Suchanfragen werden von Mobilen Endgeräten aus getätigt. Wer von Smartphones und Tablets aus gefunden werden will, sollte die Nutzerfreundlichkeit für diese Geräte anpassen. Am besten geht das mit dem responsive Design.

 

Sitemap (B)

Erinnern Sie sich noch an dieses Bild aus dem ersten Kapitel?

Sitemap

 

Über die Google Search Console können Sie eine Sitemap einreichen. Eine Sitemap ist sozusagen eine Landkarte der Website. Google bzw. die Googlebots haben es dann wesentlich leichter sich auf der Website zu orientieren. Bei Websites mit vielen Seiten und vielen internen Links ist es für die Crawler nicht immer so einfach jede Seite ausfindig zu machen. Die Sitemap erleichtert den Googlebots die Arbeit. Ich muss jetzt nicht sagen, dass das gut ist, oder?

 

Was Sie bis jetzt gelernt haben

Der Content sollte in erster Linie einen Mehrwert bieten (Teil 1 Content) und in zweiter Linie sollte er es den Nutzern leicht machen positive Referenzen zu hinterlassen (Teil 2 Referenzen). Damit der Content einer Webseite gut, einfach und schnell erreichbar ist, muss die Website mit einer ordentlichen Technik aufgesetzt sein (Teil 3 Technik).

Das alles bringt aber relativ wenig, wenn man dem Content, den Referenzen und der Technik nicht vertrauen kann. Google hat Methoden um das Vertrauen in eine Website zu überprüfen.

 

 

 

 

4.3.4 Trust Signale

Das Vertrauen (Trust) in eine Website ist für Google sehr wichtig. Natürlich ist es nicht leicht dies zu überprüfen, aber Google hat ein paar Möglichkeiten dies zu tun. Die Wichtigkeit des Trusts ist je nach Branche ein unterschiedlich starkes Rankingsignal. Bei Medizinischen oder Gesundheitlichen Themen sind die Trust Signale wichtiger als z.B. bei SEO Themen. Aber es lohnt sich für jede Website Zeit in die Optimierung des Trusts zu stecken.

 

TrustRank (A)

Der TrustRank ist ein Verfahren zur Überprüfung des Vertrauens, in eine Website, mit Hilfe von Backlinks. Das Patent des TrustRank wurde 2004 von Yahoo! eingereicht. Google hat aber bestätigt, dass sie das Vertrauen in eine Website auch mit Hilfe von Backlinks überprüfen. Ob sie das TrustRank verfahren nutzen oder ein selbst entwickeltes ist aber nicht bekannt.

Das Prinzip des TrusRanks ist eigentlich ganz einfach. Es werden besonders vertrauenswürdige Websites per Hand ausgewählt. Diese Domains werden mit 100 Punkten im TrustRank versehen. Genau wie der PageRank, kann der TrustRank dann vererbt werden.

Man geht davon aus, dass diese besonders vertrauenswürdigen Websites, nur auf Websites verlinken, die qualitätsmäßig mitthalten können. Diese, auf den vertrauenswürdigen Websites verlinkte Webseiten, werden höchstwahrscheinlich auch nur auf Seiten verlinken, die eine gewisse Qualität haben. So entsteht ein Ranking.

Je weiter weg (je mehr Klicks man benötigt) eine Website von den per Hand ausgewählten Websites ist, desto weniger TrustRank kommt bei dieser Seite an. Mit der Annahme, dass Websites nur auf sich ebenbürtige Websites verlinken, kann man so das Vertrauen in eine Website ziemlich gut einschätzen.

Spamseiten sollten es sehr schwer haben einen angemessenen TrustRank zu bekommen. Auch das Verhältnis zwischen TrustRank und PageRank kann Auskunft über die Vertrauenswürdigkeit einer Website geben. Wenn der PageRank mit Black Hat Methoden aufgebaut wurde, ist er im Vergleich zum TrustRank relativ hoch. Sie sollten beim Backlinkaufbau immer auf ein ausgeglichenes Verhältnis der beiden Werte achten. Die meisten Backlinktools berechnen einen Wert für den PageRank und für den TrustRank. Es ist also kein Problem beide Werte im Auge zu behalten. (Geeignete Tools sehen wir uns wie immer im Tool-Kapitel an).

 

Der TrustRank wird mit den doppelten Pfeilen und den Zahlen angezeigt. Die oberste Website vererbt ihren TrustRank an die Websites auf die sie verlinkt. Diese vererben den TrustRank genauso weiter. Der PageRank wird mit den einzelnen Pfeilen angezeigt. Natürlich wird mit den Link, über den TrustRank vererbt wird, auch PageRank vererbt. Der rechte Teil des Bildes verfügt über keinen TrustRank. Anhand dieses Musters kann man erkennen, dass die Websites im rechten Teil des Bildes, nicht vertrauenswürdig sind, da ihr TrustRank den Wert null hat. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass diese Websites ihren PageRank künstlich aufgebaut haben. Google kann dem PageRank-Wert dieser Sites nicht vertrauen!

Fazit: Sie sollten keine Backlinks auf Seiten haben, die über keinen TrustRank verfügen. Und das Verhältnis zwischen PageRank und TrustRank sollte immer ausgeglichen sein.

 

HTTPS (B)

HTTPS (HyperText Transfer Protocol Secure = Sicheres Hypertext-Übertragungsprotokoll) gibt an, dass die Seite verschlüsselt und original ist. Daten die auf der Seite eingegeben werden, können von dritten nicht gelesen werden und es wird sichergestellt, dass es sich um die originale Webseite handelt und nicht um eine Fälschung.

Sie können das ganz einfach mit einem Zertifikat von Let´s Encrypt erreichen. Jeder gute Webhoster stellt eine entsprechende Funktion bereit. Wenn nicht, einfach mal den Support anschreiben. Die Zertifikate von Let´s Encrypt sind kostenlos und einfach zu installieren.

Nach Googles eigener Aussage ist HTTPS nur ein schwaches Rankingsignal, aber es wird in den nächsten Jahren an Wichtigkeit gewinnen. (Das war vor drei Jahren)

Weil es mit Let´s Encrypt sehr einfach ist ein Zertifikat zu bekommen und weil es nichts kostet, gibt es meiner Meinung nach keinen Grund dies nicht zu tun. Es sendet nicht nur ein Rankingsignal, sondern es gibt den Besuchern der Website auch Sicherheit.

 

 

Anbieter Infos (C)

Informationen über den Betreiber der Webseite können Vertrauen wecken. Dazu gehört z.B. ein Impressum (was in Deutschland Pflicht ist) und eine “über uns Seite“. Je mehr Informationen diese Seiten enthalten desto besser.

 

Domainalter & Registrierdauer (B) 

Ältere Domains, die über Jahre guten Content produziert haben, haben einen Rankingvorteil. Wenn Google mit einer Domain gute Erfahrungen gemacht hat, geht es davon aus, dass dies in Zukunft so bleibt. Damit ist nicht eine einzelne Webseite gemeint, sondern die gesamte Domain.

Auch wenn eine Domain über längere Zeit im Voraus registriert wurde (mehr als ein Jahr), gibt das Google Vertrauen. Meistens wird nur bei größeren und professionelleren Projekten so weit im Voraus geplant.

Wenn Sie es mit einer Website ernst meinen, sollten Sie die Domain für einen längeren Zeitraum reservieren.

 

Quellenangaben (B)

Wir haben den Rankingfaktor Quellenangabe schon mal besprochen (bei dem Rankingfaktor Wahrheitsgehalt). Dort haben wir festgestellt, dass Google die Vertrauenswürdigkeit einer Information durch die Verfolgung der Quellenangaben zurückverfolgen kann.

Quellenangaben können nicht nur das Vertrauen erhöhen, sie können den Besuchern auch Mehrwert bieten. Und Mehrwert ist gut!

 

Anzahl der Seiten (C)

Die Gesamtzahl der Seiten einer Website hat Auswirkungen auf das Vertrauen. Wer sich die Mühe macht und sehr viele relevante Webseiten zu einem Thema erstellt, hat in der Regel auch Ahnung von dem Thema. Viele Seiten zeugen auch von einer gewissen Professionalität.

Was viel und was wenig ist, ist schwer zu sagen. Es kommt dabei immer auf das Thema an und auf die Konkurrenten. Aber umso mehr Seiten eine Website hat desto besser ist das. Das Rankingsignal verteilt sich dann auf die einzelnen Seiten und jede rankt ein klein wenig besser.

 

Wachstum der Seitenanzahl (C)

Wenn regelmäßig neue Seiten dazu kommen, bedeutet dies, dass die Seite aktiv betrieben wird und dass der Betreiber an der Qualität der gesamten Website arbeitet. Ein Wachstum der Seitenanzahl kann sich positiv auf die anderen Webseiten der Site auswirken.

 

Webseite passt Thematisch zur Website (B)

Stellen Sie sich vor, Sie wollen sich übers Abnehmen erkundigen und finden eine Website die ausführliche Informationen zu jedem Detail über dieses Thema anbietet. Sie klicken von Seite zu Seite und konsumieren die Inhalte. Plötzlich landen Sie auf einer Seite (von der gleichen Website) die ihnen den neuen 3er BMW vorstellt…

Das sagt schon alles, oder?

Die Seite bietet den Besuchern der Website keinen Mehrwert und man kann sich fragen, wie viel Ahnung Ernährungsberater von Autos haben.

Die Themenrelevanz zwischen einer einzelnen Seite und der gesamten Website sollte immer gewährleistet sein.

 

Brand

Stellen Sie sich vor, es gibt zwei Seiten die Damenschuhe verkaufen. Die Produktvielfalt ist bei beiden gleich und auch der sonstige Content ist ziemlich ausgeglichen. Beide Seiten haben auch ungefähr gleichstarke Referenzen. Wie soll Google entscheiden welche Seite auf Position eins und welche auf Position zwei gerankt wird?

Ganz einfach. Die bekanntere Marke wird besser gerankt. Ich habe das schon mal in “ Wie kommt der User auf die Seite“ angedeutet. Die Bekanntheit einer Marke wirkt sich positiv auf das Ranking der Website aus. Je bekannter die Marke ist, desto höher ist das Vertrauen in sie.

Zugegeben, die Bekanntmachung einer Marke hat nichts direkt mit Suchmaschinenoptimierung zu tun. Man kann diese Faktoren nur verbessern indem man eine Marke aufbaut. Natürlich kann eine gute Google Platzierung zu der Bekanntheit einer Marke beitragen, aber man kann die Faktoren der Markenbekanntheit nicht einzeln verbessern. Man muss die Marke mit einer Marketingstrategie bekannt mache und SEO ist nur ein Teil einer guten Marketingstrategie.

Google nutzt folgende Methoden um die Bekanntheit einer Marke zu messen.

 

Erwähnungen im Web (B)

Je häufiger eine Marke im Web erwähnt wird, desto bekannter ist sie. Das muss nicht unbedingt mit einem Link passieren, der bloße Name reicht schon.

 

Suchvolumen der Marke (B)

Die wohl beste und einfachste Methode um die Bekanntheit einer Marke zu messen, ist es das Suchvolumen nach dem Markenname zu analysieren. Also wie oft der Markenname gegoogelt wird.

Wenn das Suchvolumen Monat für Monat größer wird, ist das ein zusätzlicher Bonus. Es zeigt, dass sie Marke wächst und dass das Interesse der Leute wächst.

 

Social Media Accounts der Marke (C)

Die Größe der Social Media Accounts der Marke kann auch ein Indiz für die Bekanntheit sein. Allerding ist nicht jede Marke in den sozialen Netzwerken vertreten. Und auch nicht jedes Unternehmen schenkt Social Media Marketing die gleiche Aufmerksamkeit. Daher ist es schwer die Marken anhand der Social Media Accounts direkt zu vergleichen, aber es könnte trotzdem ein Rankingsignal senden.

 

Bekanntheit des Inhabers (C)

Die Bekanntheit des Inhabers kann das Vertrauen in die Marke erhöhen. Wenn der Inhaber zuvor schon andere Websites bzw. Marken aufgebaut hat, kann Google die Vertrauenswürdigkeit der neuen Marke besser einschätzen.

 

Werbung für die Marke (C)

Wenn eine Marke viel Werbung macht, wird sie früher oder später an Bekanntheit gewinnen. Google könnte die Bekanntheit einer Marke durch die beiden Werbenetzwerke AdWords und AdSense vorausplanen. Aber weil auch hier nicht jedes Unternehmen dieser Marketingmethode den gleichen Wert zuschreibt, ist es wenn überhaupt nur ein schwaches Rankingsignal.

 

Arbeitnehmer Social Media Profile (C)

Anhand der Angaben, von sozialen Netzwerken Nutzern, über ihren Arbeitsplatz, könnte Google die Größe eines Unternehmens schätzen. Ein größeres Unternehmen könnte einen Rankingbonus erhalten. Aber auch dies ist, wenn überhaupt, nur ein schwaches Rankingsignal.

 

Was Sie bis jetzt gelernt haben

Der Content sollte in erster Linie einen Mehrwert bieten (Teil 1 Content) und in zweiter Linie sollte er es den Nutzern leicht machen positive Referenzen zu hinterlassen (Teil 2 Referenzen). Damit der Content einer Webseite gut, einfach und schnell erreichbar ist, muss die Website mit einer ordentlichen Technik aufgesetzt sein (Teil 3 Technik). Das alles bringt aber relativ wenig wenn man der Website nicht vertrauen kann, deshalb gibt es Methoden um die Vertrauenswürdigkeit einer Website zu überprüfen (Teil 4 Trust).

Um wirklich die qualitativ hochwertigsten Webseiten, in den Suchergebnissen, gut ranken zu lassen, ist es Sinnvoll, die Qualität einer Webseite anhand von Positiven und negativen Faktoren zu messen. Diese negativen Signale besprechen wir jetzt.

 

 

 

4.3.5 Negative Signale

Mit den Rankingfaktoren die wir bis jetzt besprochen haben, können Websites bzw. Webseiten mehr oder Weniger viele Pluspunkte sammeln. Es gibt aber auch Rankingfaktoren die zum Minuspunktesammeln gemacht wurden. Es versteht sich von selbst, dass Sie diese Faktoren nicht optimieren sollten. Aber es ist sinnvoll zu wissen, was man besser nicht tun sollte. Einige dieser Faktoren sind nur das Gegenteil der Positiven. Aber es gibt auch Faktoren die kein positives Gegenteil haben.

Die Gliederung ist die gleiche wie bei den Positiven:

  • Content
  • Referenzen
  • Technik
  • Anti-Trust

 

 

4.3.5.1 Content

 

Minderwertiger Content

So gut wie alle Rankingfaktoren sind dazu da, um die Qualität des Contents zu messen, egal ob direkt (Teil 1 Content) oder indirekt (Teil 2 Referenzen und Teil 4 Trust). Content der den Nutzern keinen Mehrwert bietet kann nicht gut ranken!

 

Geklauter Content / duplicate Content

Google kann geklauten Content bzw. duplicate Content erkennen. Duplicate Content (Doppelter Inhalt) kann auch innerhalb einer Website entstehen z.B. wenn man eine Produktbeschreibung für mehrere Produktvarianten verwendet. Auch wenn nur ein einzelner Absatz aus einem Text, in eine andere Seite kopiert wird, ist das duplicate Content.

Geklauter Content kann nur von anderen Websites kommen. Sie sollten ihre Texte immer selber schreiben!

 

Keyword Spaming

Das übermäßige verwenden eines Keywords wird dem Ranking schaden. Ab welcher Keyworddichte es genau zu viel ist, kann man nicht sagen. Aber Sie haben weiter vorne im Buch gelernt, dass Google anhand der Keyworddichte nur eine Relevanz feststellt, aber nicht wie hoch diese Relevanz ist.

Alles was Sie über Keyword wissen müssen, haben Sie schon kennengelernt. Halten Sie sich, so gut es geht, an die empfohlenen Werte, wird dies mit Sicherheit nicht als Keyword Spaming angesehen.

 

Viel Werbung

Zu viel Werbung kann das Ranking negativ beeinflussen. Der Mehrwert einer Seite sollte immer im Vordergrund stehen und nicht die Werbung! Setzten Sie Werbung lieber gezielt ein. Das kann effektiver sein, als eine Seite mit Werbung voll zu klatschen und es gefährdet auch nicht das Ranking.

 

Werbung im Above the Fold

Werbung Above the Fold kann ein leicht negatives Rankingsignal senden. Allerdings nehmen das viele Webmaster in Kauf, weil Werbung Above the Fold einfach am meisten einbringt. Sogar Google platziert Werbung ganz oben in den SERP, aber Google muss ja auch nicht in Google ranken.

 

Cloaking

Beim Cloaking bekommt der Besucher eine andere Webseite angezeigt als die Crawler. Die Crawler von Google merken dies aber mittlerweile und bestrafen diese Webseite.

 

Viele Affiliate Links

Google mag keine Affiliate Links! Kann sie aber auch nicht verbieten. Deshalb bekommen Webseiten mit vielen Affiliate Links einen Nachteil im Ranking.

Solange Affiliate Links nur als Empfehlung genutzt werden, muss man sich keine Sorgen machen. Negativ wird es erst, wenn ganze Produktlisten mit Affiliate Links ausgestatten werden.

 

Gleiche Titel oder Meta-Description auf mehreren Seiten

Das Verwenden des gleichen Titels oder der gleichen Description, kann als duplicate Content gewertet werden und sollte daher vermieden werden. Schreiben Sie besser individuelle Titels und Descriptions.

 

Illegaler Inhalt

Illegaler Inhalt ist nicht nur schlecht für die eigene Strafakte, sondern auch für das Ranking bei Google. Auch externe Links auf illegale Sachen sollten vermieden werden. Google gibt sich große Mühe solche Seiten im Ranking abzustufen.

 

Irreführende Querverlinkungen

Das übermäßige verwenden von internen Links kann sich negativ auf das Ranking auswirken, z.B. wenn alle Seiten untereinander verlinkt sind.

Mansche Webmaster versuchen damit den PageRank möglichst oft, innerhalb der eigenen Website, zu vererben. Es schadet allerding mehr als es nützt.

 

Zu viele Bilder / Videos

Bilder und Videos sind zwar gut für das Ranking, aber nicht wenn es zu viele sind. Wenn die Leute Bilder oder Videos sehen wollen, könnten sie auch die Bilder- oder Videosuche verwenden. Auf Webseiten senden sie nur ein positives Rankingsignal, wenn sie als Zusatzangebot dienen.

 

Zu große Bilder

Zu große Bilder könnten in der Bildersuche einen Nachteil bekommen und auch die Webseite könnte ein leicht negatives Signal senden, weil Große Bilder mehr Speicher verbrauchen und das erhöht die Ladezeit. Zu klein sollten sie übrigens auch nicht sein. Die optimale Größe liegt zwischen 320 x 240 und 1280 x 960 Pixel.

 

Schädliche Externe Links

Externe Links bieten den Besuchern einen Mehrwert, deshalb haben sie Auswirkung auf das Ranking. Google kann die Qualität eines externen Links anhand einiger Faktoren messen. (Haben wir alles schon besprochen). Es gibt aber einige Links, bei denen die Qualität gar nicht erst gemessen werden muss, sie sind garantiert Mehrwertlos oder dienen zur Manipulation des Rankings. Hier ist alles zusammengefasst, was bei externen Links zu einem negativen Rankingsignal führen kann:

  • Linkfarmen
  • Linkverkauf (einen Link gegen Bezahlung setzten)
  • Spam-Seiten (minderwertiger Content)
  • illegalem Content
  • Tote externe Links (Links die nicht funktionieren geben keinen Mehrwert und sie zeigen, dass sich der Betreiber nicht um die Seite kümmert)

 

 

4.3.5.2 Referenzen

 

Schädliche Backlinks

Genauso schlecht, wie auf diese Seiten zu verlinken, ist es wenn man einen Link von diesen Seiten bekommt. (Wenn nicht sogar noch schlechter). Auf diesen Seiten sollten Sie keine Backlinks haben:

  • Linkfarmen
  • Linkkauf (bezahlen für Backlinks)
  • Von themenfremden Seiten
  • Aus Autorenboxen (besprechen wir gleich noch)
  • Schlechte Verzeichnisse (mit viel Werbung und keiner Überprüfung der Seite bei der Anmeldung)

Normalerweise erkennt Google schädliche Links von solchen Seiten und wertet diese ab. Man kann aber auch Backlinks manuell abwerten lassen (mehr Infos dazu gibt es von Google selbst unter https://support.google.com/webmasters/answer/2648487?hl=de).

 

 

Plötzliches Linkwachstum

Ein Anzeichen für einen Manipulationsversuch, kann das plötzliche Wachstum der Backlinks sein. Ein natürliches Linkwachstum steigt kontinuierlich an und erhöht sich nicht plötzlich. (Haben wir auch schon im Unterkapitel 4.3.2.1.1 Backlinks(Do-Follow) besprochen.)

 

Backlinks aus Autorenboxen

Eine beliebte Methode Backlinks zu bekommen, ist es Autorenboxen in Blogs vollzuspammen. Links in Autorenboxen werden weniger häufig gelöscht und werden manchmal auch nicht auf No-Follow gesetzt. Wenn diese Links nicht auf eine Autorenseite führen, bieten sie für die Nutzer keinerlei Mehrwert. Und kein Mehrwert bedeutet kein Rankingsignal.

 

Backlinks von Themen irrelevanten Seiten

Links die auf irrelevante Seiten führen haben keinen Mehrwert für die Besucher. Das heißt aber nicht, dass ein einzelner Backlink von einer themenirrelevanten Seite, ein negatives Rankingsignal sendet. Wenn aber zu viele Backlinks von themenirrelevanten Seiten kommen, deutet dies auf Manipulationsversuche hin (weil wer würde schon solche Links setzten, wenn sie nicht das Ranking beeinflussen sollen.)

 

Linktausch

Linktausch verstößt gegen die Google Richtlinien für Webmaster. Wenn sich zwei Websites gegenseitig nach Absprache verlinken, ist das ein Linktausch.

 

 

 

4.3.5.3 Technik

 

Häufige nicht Erreichbarkeit der Seite + Lange Ladezeit

Wenn eine Seite häufig nicht erreichbar oder lange zum Laden braucht, ärgert dies die Nutzer und auch Google ist nicht begeistert. Ein leistungsstarker Server ist nicht nur häufiger erreichbar, er verbessert auch die Ladezeit. Berichte über die Serverleistungen verschiedener Anbieter finden Sie unter https://sogehtseo.com/webhoster-vergleich/. (Dieser Vergleich bezieht sich auf die Standard-Hosting-Server. Wer sich einen komplett eigenen Server mieten will, hat verschiedene Leistungsstufen zur Auswahl.)

 

Fehler im Quellcode

Ein unsauberer Quellcode kann die Crawler bei der Arbeit stören und es wirft auch nicht gerade ein gutes Licht auf die Webseite. Der Quellcode sollte möglichst fehlerfrei sein.

 

Pop-Ups

Auch Pop-Ups können die Crawler bei ihrer Arbeit stören und sollten daher vermieden werden, wenn sie nicht notwendig sind.

 

 

4.3.5.4 Anti-Trust

 

Verstöße gegen Googles Richtlinien für Webmaster

Die wichtigsten Dinge, der Richtlinien für Webmaster, haben wir hier schon besprochen. Sie können sich aber bei Bedarf auch nochmal bei Google direkt informieren: https://support.google.com/webmasters/answer/35769?hl=de

 

Interne No-Follow Links

Interne No-Follow Links werden gerne zum PageRank Sculpting verwendet. Dabei wird versucht den PageRank innerhalb der Website so zu vererben, dass er sich auf bestimmten Seiten sammelt. Das wird von Google natürlich nicht gerne gesehen und verursacht deshalb ein negatives Rankingsignal. Außerdem machen interne No-Follow Links den Eindruck als ob man was verstecken will. Das ist nicht gerade vertrauenswürdig.

 

Viele externe Links

Viele externe Links können das Vertrauen in die eigentliche Webseite schädigen. Man muss sich fragen wieso die Seite so viele Weiterempfehlungen braucht. Ist sie etwa selbst nicht gut genug?

Man kann davon ausgehen, dass Quellenangaben nicht mit berücksichtigt werden. Siehe Wikipedia, die Seiten ranken ziemlich gut und haben viele Quellenangaben (manchmal über 100 Stück).

Der Hauptinhalt einer Seite sollte aber nicht mit Links überflutet werden. Wenn der Leser nach jedem Satz auf einen Link klicken soll um mehr Informationen zu erhalten, kann ihn das schnell nerven. Externe Links sollten wirklich nur als weiterführende Informationen genutzt werden.

Es ist schwer zu sagen, wo die Grenze zwischen genau richtig und zu viel liegt. Wenn der Besucher einen Nutzen aus der Webseite ziehen kann, ohne auf einen Link zu klicken und die Links nur als zusätzliche Informationen dienen, dürfte dies niemand als störend empfinden, auch Google nicht.

 

Unstimmigkeiten zwischen PageRank und TrustRank

Ein hoher PageRank und ein niedriger TrustRank, kann ein Anzeichen für Manipulationsversuche sein. Wenn die eigene Seite weniger TrustRank hat, als es für den PageRank-Wert der Seite üblich ist, fragt sich Google, ob es dem PageRank-Wert dieser Seite vertrauen kann. In den meisten dieser Fälle dürfte das nicht der Fall sein.

 

Anmerkung

Am Ende wurden nochmal ein paar Dinge wiederholt. Es ging leider nicht anders zu erklären, weil die Informationen schon bei früheren Faktoren, für das Verständnis wichtig waren. Ich wollte sie aber der Übersicht halber nochmal erwähnen.

Menü schließen