1. Tools

 

Es gibt sehr viele SEO-Tools. Es wäre übertrieben jedes vorzustellen. Ich möchte hier nur ein paar nennen. Die meisten, hier aufgezählten, Tools sind kostenlos oder haben eine kostenlose light Version. Wir werden uns zu jedem Optimierungsschritt, aus dem vorherigen Kapitel, geeignete Tools ansehen.

Es gibt auch Tools die so gut wie alles können. Diese sind allerdings nicht kostenlos. Wir werden uns hier auf die kostenlosen Tools beschränken, da diese für den Anfang völlig ausreichen. Eine Liste mit kostenpflichtigen Allrounder-Tools finden Sie unter https://sogehtseo.com/allrounder-tools/

Alle hier genannten Tools sind problemlos über Google auffindbar. Aber ich habe sie alle nochmal auf sogehtseo.com verlinkt, falls Sie nicht selbst googeln wollen. (https://sogehtseo.com/seo-tools/)

Die meisten der hier genannten Tools sind selbsterklärend. Zu Tools, dessen Bedienung nicht offensichtlich ist, habe ich Angaben gemacht wo Sie sich über die Funktionsweise informieren können. Bei Tools zu denen ich keine Anleitung im Web gefunden habe, habe ich eine Erklärung hinzugefügt.

 

Tools für Schritt 1 (Website auf ihre aktuelle Lage analysieren)

Um die Rankings einer Website zu checken eignet sich die Search Console von Google. Sie zeigt einem u.a. alle Keywords für die die Website rankt, die einzelnen und durchschnittlichen Platzierungen, die Anzahl der Klicks, die durchschnittliche CTR, die Impressionen (wie oft ein Snippet in den SERP angezeigt wurde) und die Backlinks der Website an.

Eine gute Alternative zum Überwachen und analysieren des Rankings, ist das Tool metrics.tool. Es kostet allerding ca. 44,95 Euro pro Monat in der Profi Version und 17,95 in der Basic Version. Der Vorteil bei diesem Tool ist aber, dass man auch fremde Websites analysieren kann. Außerdem kann man das Tool kostenlos testen.

Bei größeren Websites wird es schwer alle Keywords im Überblick zu behalten. Dafür gibt es so genannte Sichtbarkeitsindizes. Einige größere Toolanbieter wie z.B. Sistrix, Xovi und Searchmetrics bieten einen Sichtbarkeitsindex an. Zu beachten ist aber, dass diese Werte, der einzelnen Anbieter, nicht untereinander vergleichbar sind. Wenn man zwei Websites mit einem Sichtbarkeitsindex vergleichen will, muss der Wert vom gleichen Tool kommen. Der Sichtbarkeitsindex gibt an wie Sichtbar eine Website für die Google Nutzer ist. Der Sichtbarkeitsindex wird hauptsächlich aus der Anzahl der Keywords für die eine Website insgesamt rankt, aus den Rankings der einzelnen Keywords und aus dem Suchvolumen der Keywords berechnet. Diese Tools bieten auch noch weitere Funktionen an, sie sind echte Allrounder. Allerdings sind sie nicht kostenlos.

 

Tools für Schritt 2 und 3?

Für Schritt zwei und drei braucht man keine Tools, da es sich nur um wichtige Hinweise gehandelt hat. Wie Sie den TrustRank einer Website ermitteln, erfahren Sie bei den Tools zu Schritt 8. (Diese Tools berechnen einen Wert für den PageRank und für den TrustRank gleichzeitig.) Wir machen mit Schritt vier weiter.

 

Tools für Schritt 4 (Geeignete Technik aufsetzten)

Es gibt zwar kein Tool das ihnen beim aufsetzten der Technik hilft, aber es gibt Tools um die Technik einer Seite zu analysieren.

Um die Ladezeit zu analysieren eignet sich das PageSpeed Tool von Google (PageSpeed Insights) besonders gut. Es zeigt nicht nur an wie gut die Seite auf die Ladezeit optimiert wurde, es macht auch Vorschläge zur Verbesserung der Ladezeit. Google ist eben ein großer Fan von Geschwindigkeit.

Auch gut um die Ladezeit zu analysieren ist das Pingdom Tool. Testen Sie einfach beide Mal aus.

Ein gutes Tool um Bilder zu verkleinern und somit die Ladezeit zu verbessern, ist TinyPNG. TinyPNG kann auch JPG-Dateien verkleinern. In der Regel verkleinert das Tool Bilder um 50-80%! Man lädt das Bild auf die Seite und kann es dann in der optimierten Variante wieder runterladen.

Zur Überprüfung der mobilen Nutzerfreundlichkeit stellt Google ebenfalls ein Tool zu Verfügung. Sie finden es auf Position eins, wenn sie bei Google “mobile friendly Google“ oder “Test auf Optimierung für Mobilgeräte“ eingeben.

 

Für Schritt fünf werden keine Tools benötigt.

 

Tools für Schritt 6 (Keyword Analyse)

Es gibt jede Menge Tools die einem bei der Keyword Recherche unterstützen. Alleine Google bietet gleich mehrere an. Das bekannteste dürfte der Keyword Planer sein. Der Vollständige Name des Tools ist “Google AdWords Keyword Planer“. Man braucht eine AdWords Kampagne um das Tool nutzen zu können. Das Tool eignet sich zum Finden von Keyword-Ideen und zur Analyse des Suchvolumens. (Alternativen werden gleich vorgestellt.)

Ein weiteres sehr bekanntes Keyword Tool ist Google Trends. Google Trends zeigt einem die Entwicklung des Suchverhaltens an. Es ist dazu da, um saisonal bedingte Trend zu analysieren und aktuell angesagte Keywords zu finden. Wenn Sie z.B. “Abnehmen“ eingeben, erkennen Sie, dass dieses Keyword nach Weihnachten doppelt so oft gesucht wird, wie vor Weihnachten. Und wenn Sie “Damenschuhe kaufen“ eingeben, erkennen Sie, dass dieses Keyword Anfang Frühling und Anfang Herbst etwas häufiger gesucht wird als im Rest des Jahres.

Das dritte hilfreiche Keyword Tools von Google ist Google Suggest. Wir haben dieses Tool schon mal im Unterkapitel 3.1.Keywords besprochen. Schauen Sie nochmal nach, wir haben auch besprochen wie es funktioniert. (Es wurde in den Suchschlitz integriert.)

Das nächste Google-Tools was sehr hilfreich sein kann ist der Global Market Finder. Dieses Tool ist offensichtlich schon etwas älter, aber es funktioniert immer noch sehr gut. Man kann mit dem Tool das Suchvolumen und Keyword-Ideen ermitteln. Es ist die optimale alternative zum Keyword Planer. Die Benutzung ist genauso einfach wie bei den anderen Google Tools, nur die Keyword-Ideen sind etwas versteckt. Um die Keyword-Ideen anzeigen zu lassen müssen Sie auf das Plus an der linken Seite klicken, dann öffnet sich eine weitere Zeile. Klicken Sie wieder auf das Plus, der neuen Zeile und es erscheint ein Link mit dem Ankertext “Zusätzliche Keyword-Ideen aus dem Keyword-Planer anzeigen“. Klicken Sie diesen an, dann erscheinen die Keyword-Ideen. Das Tool war ursprünglich dazu gemacht, um die Ausbreitung auf andere Märkte zu planen, deshalb zeigt das Tool auch das Suchvolumen aus anderen Ländern an. (Für das übersetzte Keyword natürlich.) Das Tool hat aber auch einen kleinen Nachteil. Es können keine Eigen- und Markennamen analysiert werden. Außerdem können keine Keywords mit einem sehr geringen Suchvolumen abgefragt werden.

Um Long Tail Keywords zu finden, eignet sich am besten das Tool Answer The Public. Sie geben einfach das Hauptkeyword ein und das Tool spuckt sehr viele Long Tail Keywords aus.

Weitere Tools die Keyword-Ideen finden sind HyperSuggest und ÜberSuggest. Beide sind kinderleicht zu bedienen und liefern gute Ergebnisse. (So wie die anderen Tools.)

Ein Tool was Keyword-Ideen und das dazugehörige Suchvolumen anzeigt ist der KWfinder. Dieses Tool ist aber nur in der light Version kostenlos. Man kann zwei Suchanfragen am Tag stellen und man bekommt nur ein paar Keyword-Ideen. Das Suchvolumen ist dafür ziemlich genau und es zeigt zusätzlich einen Wert an, der die Schwierigkeit des Keyword angeben soll. Dieser Wert ist aber nur eine grobe Schätzung. Eine persönliche Einschätzung, wie Sie es im ersten Kapitel (Unterkapitel 1.6.) gelernt haben, ist trotzdem notwendig.

 

Tools für Schritt 7 (Content produzieren)

Zur Optimierung der Relevanz eignet sich das WDF*IDF Tool sehr gut. Sie finden es unter wdfidf-tool.com. Sie geben einfach ihr Hauptkeyword und die URL ihrer Webseite ein und das Tool berechnet den WDF-Wert und den WDF*IDF-Wert für die am häufigsten vorkommenden Wörter.  Diese Werte sind meistens höher als es empfohlen ist (siehe Unterkapitel 4.3.1.1). Das liegt daran, dass das Tool nicht nur den Text, sondern auch alle Überschriften, den Seitentitel, das Menü und alle anderen Wörter die sich auf der Seite befinden mitberechnet. Passen Sie auf, dass Sie ihre Seite nicht überoptimieren! Vertrauen Sie dem Tool nicht zu sehr, besonders bei den vorgeschlagenen Keywords nicht. Entscheiden Sie immer individuell ob ein Keyword wirklich zu dem Hauptkeyword passt.

Ein Tool um die Lesbarkeit eines Textes zu messen ist das Textanalyse-Tool. Sie fügen den Text und das Hauptkeyword ein und das Tool analysiert den Text auf die Keyworddichte und Lesbarkeit. Es zeigt auch an, wie sie den Text verbessern können.

Mit dem Yoast SEO Plugin für WordPress kann man die Snippets der Webseiten erstellen (Titel & Meta-Description), außerdem analysiert es die Seite auf die SEO Optimierung und gibt Vorschläge zur Verbesserung. Aber Sie sollten auch diesem Tool nicht blind vertrauen. Versuchen Sie, das hier gelernte, mit Hilfe von Tools umzusetzen. Nutzen Sie immer ihr eigenes Wissen um eine Website zu optimieren! Vertrauen Sie keinem Tool blind. Tools sind nur Hilfsmittel. Das Yoast SEO Plugin kann man auch zum Erstellen von Breadcrumbs verwenden und es erstellt automatisch eine Sitemap.

 

Tools für Schritt 8 (Backlinks setzten)

Zum setzten von Backlinks braucht man natürlich kein Tool, aber zum Analysieren der Backlinks können Tools nützlich sein. Ein paar Tools, die das machen kennen Sie bereits aus Schritt eins, die Search Console und  das metrics.tool.

Ein weiteres gutes kostenloses Tools zum Analysieren der Backlinks ist der OpenLinkProfiler, zu finden unter openlinkprofiler.org.

Ein Tool das Weltweit über eine der größten Backlinks-Datenbanken verfügt, ist das WebMeUp Backlink Tool. Es zeigt detaillierte Informationen rund um Backlinks an, mit Profilen und Quellen. Allerdings ist die light Version sehr beschränkt und die Standard Version kostet 59€ im Monat.

Eines der bekanntesten und besten Backlinktools, ist Majestic. Mit Majestic können Sie die Backlinks einer Website ermitteln, das Ankertextprofil analysieren und es werden noch weitere Funktionen angeboten. Der Fokus bei Majestic liegt aber bei den Backlinks.

 

Jetzt möchte ich ihnen kurz ein paar nützliche Add-ons vorstellen.

Ein Add-on ist eine Zusatzfunktion für einen Browser. In diesem Beispiel sind drei Add-ons zu sehen.  Alle drei haben etwas mit den Links der Seite zu tun, auf der man sich gerade befindet. Die ersten beiden Add-ons zeigen eine Zahl an (72 & 100). Die berechnen den PageRank und den TrustRank. Das dritte Add-on ist da um No-Follow Links zu erkennen.

Das erste Add-on ist von LinkResearchTools (LRT), Sie können es unter http://www.linkresearchtools.de/technologie/lrt-power-trust/ kostenlos runterladen. Es berechnet einen Wert für den PageRank und den TrustRank. Diese Werte sind natürlich nicht die original Werte, aber sie kommen sehr nahe an diese heran. (Die originalen Werte werden von Google geheim gehalten.) Wenn Sie auf das Kästchen (mit der 72) klicken, öffnet sich ein Fenster indem man sieht wie sich der Wert 72 zusammensetzt. (Hier für den Wikipedia Artikel über Suchmaschinenoptimierung. Die Add-ons zeigen immer den Wert der Seite an, auf der man sich gerade befindet.)

 

Sie sehen, dass jeweils zwei Werte für die Domain (gesamte Website) und die aktuell aufgerufene Seite angezeigt wird (Page). Der Wert LRT-Power (roter Balken) bildet den PageRank nach, der Wert LRT-Trust (blauer Balken) bildet den TrustRank nach. Für die aktuell aufgerufene Seite beträgt die LRT-Power 5 und der LRT-Trust 4. Multipliziert ergibt das 20 (in dem rechten grauen Kästchen). Die Werte LRT-Power und Trust werden auf einer Skala von 0-10 angegeben. (Je höher desto stärker).

Das zweite Add-on (zeigt aktuell 100 an) ist die MOZbar, es ist von dem Unternehmen MOZ. Sie können es unter https://moz.com/products/pro/seo-toolbar/ downloaden.

Die MOZbar berechnet auch einen Wert für den PageRank und für den TrustRank und multipliziert diesen. Im Vergleich zum LRT Add-on sind die Werte der MOZbar meistens etwas höher. Die beiden Add-ons versuchen die echten Werte nachzubilden, die Werte können also nur zur Orientierung genutzt werden. Wenn Sie das Kästchen anklicken, öffnet sich die MOZbar.

Die MOZbar zeigt direkt den multiplizierten Wert an. PA steht für Page Authority (aktuell 86), dieser Wert ist für die aktuell aufgerufene Webseite. DA steht für Domain Authority (aktuell 100), dieser Wert ist für die gesamte Domain.

 

Das dritte Add-on markiert No-Follow Links direkt auf der Seite mit einem Rot-gestrichelten Rahmen. Sie finden es wenn Sie nach “NoFollow – Chrome Web Store“ googeln.

Ein Beispiel, was dieses Add-on macht: Auf Wikipedia Seiten werden Quellenangaben (Einzelnachweise) immer auf No-Follow gesetzt. So sieht dies dann mit dem installierten Add-on aus:

Wenn Sie das Add-on aktiviert lassen, zeigt es ihnen jeden No-Follow Link an. Sie können so schnell erkennen, ob ein Forum oder irgendeine andere Website, PageRank an Sie vererben wird, wenn Sie dort einen Link platzieren.

Tools für Schritt 9 (Nutzerverhalten optimieren & Linkbait auslegen)

Das bekannteste Tool zur Analyse des Nutzerverhaltens ist Google Analytics. Mit Google Analytics kann man das Nutzerverhalten sehr detailliert analysieren. Es gibt haufenweise Erklärungen, in Google und in YouTube, zu diesem Tool. Es gibt Bücher darüber und es hat sogar einen eigenen YouTube Kanal (Google Analytics).

Wem Google Analytics nicht zusagt, kann als Alternative Piwik verwenden. Piwik bietet fast genau die gleichen Funktionen wie Google Analytics. Wer sich an den Datenschutzrichtlinien von Google stört, hat mit Piwik eine geeignete Alternative gefunden. (Auch zu Piwik gibt es reichliche Anleitungen im Web).

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